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Gemeinsam Kirche gestalten ekiba32 - kirche.zukunft.gestalten


Neulich im Lehrer*innenzimmer, nach einer intensiven Stunde, mit vielen Gesprächen, sitze ich im leeren und leisen Lehrer*innenzimmer. Dieses Gefühl der Ruhe ... ist nicht die Ruhe vor dem Sturm, sondern nach dem Sturm. Die Ruhe, um den eigenen Gedanken nachzuspüren, durchzuatmen, Pause zu machen. Die Geschwindigkeit wird gedrosselt.
Ein wunderbarer Moment, dem Alltagstrubel zu entkommen. Und ich höre nicht nur in mich hinein, sondern spüre den Gesprächen nach, in denen ich als Zuhörerin gefragt wurde. Im Gespräch mit Menschen zu sein, heißt für mich vor Allem Hören. Dem Gegenüber Raum geben, die frohe Botschaft, die Sorge, die Idee oder den Wunsch auszusprechen und gehört zu werden.

In der Bibel, im Buch des Jakobus (1,19) lesen wir vom Hören und Reden mit der passenden Geschwindkeit.

„Ihr sollt wissen, meine lieben Geschwister: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ 

Hier werden wir aufgefordert, die Geschwindigkeit zuerst zu erhöhen und für die nächste Reaktion, zu drosseln. Denn wie viel wichtiger ist es einander zuzuhören, als eine schnelle und manchmal unpassende Antwort parat zu haben. Denn, indem wir zuhören, unterstützen wir unser Gegenüber, sichtbar zu werden als Person mit dem persönlichen Anliegen. Zuerst einmal HÖREN und gemeinsam nachspüren, was es danach braucht. Denn selbst, wenn danach eine „schnelle Reaktion“ benötigt wird, darf diese in Ruhe und mit Nachdruck wirken.

Doch hier möchte ich beim Hören bleiben. Denn wir, also als Familie, Nachbarschaft oder Kolleg*innen sind in einer Art gemeinsam unterwegs. Und für ein gelingendes Miteinander ist es wichtig, in sich selbst hineinzuhören, zu spüren, was einen selbst bewegt, um passende Worte und Reaktionen zu finden, um auch für andere da sein zu können.

Daher wünsche ich Ihnen, diese Ruhe nach und vor dem Sturm, zum Innehalten und Durchatmen!


Diakonin Mareike Gebert (MGL 1/ Markgräflerland 1: Bad Krozingen, Ehrenkirchen-Bollschweil, Mengen-Hartheim, Wolfenweiler)

 

Unsere neue Pfarrerin Angelika Oberbeckmann wurde am 18.10. feierlich willkommen geheißen im Rahmen eines Gottesdienstes, geleitet durch Dekan Schmid-Hornisch, mit anschließendem Umtrunk.

Weitere Infos ...
 

Fotos: Gert Schladebach


Wenn Musik Grenzen überwindet

60 junge Menschen aus Deutschland und Russland, eine professionelle Band und eine gemeinsame Botschaft: Frieden ist möglich, wenn Menschen einander begegnen.
Die Sängerinnen und Sänger präsentieren deutsche, russische und englischsprachige Songs mit farbenprächtigen Kostümen und mitreißenden Tanzchoreografien.

Zuvor haben die Jugendlichen eine Woche lang gemeinsam in Badenweiler gelebt und geprobt. Trotz der poltischen Spannungen setzen sie damit ein sichtbares Zeichen für Verständigung, Freundschaft und ein friedliches Miteinander in Europa. 


Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier

Bild: Ulrike Vogt