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Kirche und Tourismus: Gastfreundschaft ist ein wichtiger Teil unserer Tradition

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh im Gespräch mit Tourismusexperten

Der Hochschwarzwald ist Spitze - Menschen aus Deutschland und anderen Ländern genießen dort gerne ihren Urlaub. Auch der Kirche sind diese Menschen wichtig, sie will sie nicht aus den Augen verlieren. Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh hat deshalb im Rahmen der Bezirksvisitation ein Fachgespräch mit Thorsten Rudolph, dem Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG), und Dorothea Störr-Ritter, der Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, in Hinterzarten geführt.

Welche Angebote können die Kirchengemeinden in der Region den Urlaubern machen, wie kann man sie überhaupt erreichen? Ein erster Schritt für die Kirche sei, “sich klar zu machen, wie viel Gastfreundschaft und Offenheit in der christlich-jüdischen Tradition liegt”, sagte der Landesbischof. Wenn die Gemeinden durch die Mitgliederentwicklung und die manchmal zu große Belastung für die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden unter Druck stehen, sei es nicht immer einfach, auf Urlauber oder Zugezogene zuzugehen - auch wenn die Offenheit grundsätzlich besteht, sagte Cornelius-Bundschuh. Dabei sei das, “was Menschen erwarten, die zu uns kommen, nicht so weit weg von dem, was wir wollen”, betonte der Landesbischof.

Was sollte oder könnte die Kirche aus Sicht der Tourismusfachleute für die Urlauber tun, wie schaffen es Kirchengemeinden mit Menschen in Kontakt zu treten, die nur wenige Tage an einem Ort sind? Das wollten die Vertreter aus dem Kirchenbezirk von HTG-Chef Thorsten Rudolph wissen. Der nannte die israelitische Gemeinde als Beispiel, die Gästen aus Israel spezielle Angebote macht. Vielleicht müsse auch nur das bestehende Angebot attraktiver gemacht werden, überlegte Rudolph. Besondere Gottesdienste an einem außergewöhnlichen Orten würden womöglich sehr viele Menschen anziehen. 
Die Fragen waren auch ganz konkret: Ist die Kirche noch auf der Höhe der Zeit, wenn sie zum Beispiel eine Broschüre herausgibt, wollte Dekan Rainer Heimburger wissen. Oder müsse heute alles digital sein? Beides sei notwendig, lautete die Antwort, man müsse sowohl diejenigen, denen Papier in der Hand wichtig ist, als auch die Nutzer der modernen Medien bedienen.

Eine erfolgreiche Tourismusregion brauche mehr als die schöne Natur, sagte Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Alles müsse passen, das gastronomische Angebot ebenso wie vorhandene kulturhistorische Kleinode, das Brauchtum und damit auch die Verbindung zur Kirche, sagte sie. Dabei sei es eine große Herausforderung, “Tourismus und Natur konfliktfrei hinzubekommen”. Die Natur ist der größte Schatz der Region, aber “wir müssen aus dieser Natur immer etwas machen”. Die Menschen suchen also Räume oder Angebote, die ihnen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Wenn die Kirche “das nicht in die Hand nimmt, machen es andere Gruppierungen”, ist sich Störr-Ritter sicher.

Die Menschen kommen nicht nur in den Hochschwarzwald, um etwas zu konsumieren, weiß Thorsten Rudolph. Sie wollen zum Beispiel die Natur erfahren. Die Möglichkeit zur Ruhe und Begegnung mit Gott wäre ein wichtiger Punkt, sagte der HTG-Geschäftsführer. Die kirchliche Tourismusarbeit biete auch die Chance Menschen zusammen zu bringen, die sich sonst nicht begegnen würden, sagte Landesbischof Cornelius-Bundschuh. Der Integrationsbetrieb Hofgut Himmelreich in Kirchzarten sei dafür ein positives Beispiel.

Spannende und attraktive Angebote machen die Kirchengemeinden, sagte eine Kirchenälteste aus Hinterzarten. Die Schneekirche, die ein früherer Diakon mit Konfirmanden baute, sei so ein erfolgreiches Beispiel. In Zukunft müsse die Kirche aber stärker die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen suchen und auch bei großen Ereignissen, etwa Festen präsenter sein. Allerdings sei mancherorts die Überalterung der Ehrenamtlichen ein Problem. Die seien “an der Kante”, sagte Schuldekan Dirk Boch. Man müsse also Wege finden, um auch Menschen mit besonderen Interessen für die kirchliche Tourismusarbeit zu gewinnen, die bislang vielleicht noch keine Verbindung zur Kirche haben.

Über die Begegnung mit neuen Bürgern oder Urlaubern finde man auch neue Wege, sagte Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh. Es sei wichtig, über neue Orte nachzudenken. Vielleicht müsse die Kirche den Menschen auch mehr Stille, Raum zum Nachdenken anbieten. Aber die Kirche wolle nicht spannende Orte anbieten, um Menschen anzulocken, sie wolle etwas vermitteln. Es gehe ihr um das, was Menschen gut tut. Was die Kirche von diesen Begegnungen hat, müsse in den Hintergrund rücken, betonte der Landesbischof.

Sebastian Barthmes 

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Einweihung der Petrus-Kirche in Schluchsee: Eine besondere Kraftquelle

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh feiert mit der Gemeinde die Renovierung und einen neuen Anbau

Wo Menschen zusammenkommen, lässt sich Gott finden. Deshalb seien Kirchen wichtig, darum müssten sie gepflegt werden, sagte Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh am Sonntag in Schluchsee. Zum Abschluss der Bezirksvisitation gestalteten Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Oberkirchenrat viele Gottesdienste im Kirchenbezirk. Der Landesbischof feierte mit der Gemeinde in Schluchsee die Einweihung der renovierten Petrus-Kirche und ein neues kleines Nebengebäude.
So ein Kirchenraum sei eine besondere Kraftquelle, ein Ort, an dem man sich auf das Wesentliche besinnt. In einer Kirche werden Menschen mit Gottes Augen gesehen und nicht nach Macht und Stärke sortiert, sagte Jochen Cornelius-Bundschuh. “Auch dein Feind gehört zu Gott. Schauen wir uns gegenseitig mit Gottes Augen an”, betonte der Landesbischof. Aber: “Wer sich seinen Geschwistern zuwendet, um Gott herbeizubeschwören, findet ihn nicht.”

Wie Menschen miteinander umgehen, thematisierte er in seiner Predigt. Die Einstellung, nur der eigene Weg sei der richtige, stimme fast nie. Das gelte zum Beispiel auch für die Landwirtschaft, sagte er mit Blick auf das Erntedankfest, das die Gemeinde am Sonntag gleichzeitig feierte. Man müsse über den Umgang mit der Natur nachdenken, ohne dabei die landwirtschaftlichen Betriebe und deren Existenzgrundlage aus dem Blick verlieren. Überhaupt gelte: “Nur wer nicht mit den Fingern auf andere zeigt, kann jemandem auch die Hand reichen.” Nur gemeinsam könne die Suche nach einem Weg in die Zukunft erfolgreich sein. Und nur so werde man es erreichen, dass zum Beispiel das Leben auf dem Land nicht immer ärmer wird oder keine Menschen mehr fliehen müssen.

Über viele Jahre habe die Kirchengemeinde das Ziel “Renovierung der Petrus-Kirche” verfolgt, erinnerte Gemeindepfarrerin Gabriele Heuß. Schließlich ermöglichte auch die große finanzielle Unterstützung durch den Oberkirchenrat das Projekt. Über vier Jahre wurde geplant, ein Jahr lang war die Gemeinde während der Bauarbeiten zu Gast in der katholischen Kirchengemeinde. “Hut ab vor allen, die hier mitgewirkt haben”, sagte sie, denn der Zeitplan sei sehr eng gewesen. Erst kurz vor der Einweihung beendeten die Handwerker die letzten Arbeiten, vier Monate wurde zuletzt auch am Anbau, in dem auch ein Besprechungszimmer untergebracht, gearbeitet.

Den Festgottesdienst nutzte Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh, um Pfarrerin Gabriele Heuß zum 25-jährigem Ordinationsjubiläum mit einer Urkunde zu gratulieren.

Sebastian Barthmes

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Abend der Begegnung: “Ein ganz lebendiger Kirchenbezirk”

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh dankt Ehrenamtlichen für ihr Engagement

Erntedankfest und Bezirksvisitation - das passt gut zusammen, sagte Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh bei seiner Begegnung mit Ehrenamtlichen aus den Kirchengemeinden des Kirchenbezirks. Mit einer Andacht in der Kirche in Wolfenweiler gingen die Mitglieder der Visitationskommission mit den Kirchengemeinderätinnen und -Räten sowie den ehrenamtlich im Verkündigungsdienst arbeitenden Frauen und Männern in einen gemeinsamen Abend. 
“Wir danken und staunen, wie Gottes Liebe alles geschaffen hat, dass es Menschen gibt, die uns umsorgen, dass wir gemeinsam feiern, dass Sie hier im Kirchenbezirk Kirche lebendig gestalten”, sagte der Landesbischof. In seiner Predigt ging er auf die aktuellen Diskussionen und großen Herausforderungen ein: “Wer gut leben will, muss Grenzen achten”, sagte er und ergänzte, “wir brauchen nicht immer mehr, es gibt ein Genug”.

Gott denke an alles, was wir Menschen brauchen, er weine mit uns im Schmerz und freue sich, wenn wir beten. Gott ringe mit uns und entziehe sich, “wenn wir unsere eigenen Interessen mit Gottes Hilfe durchsetzen wollen”. Er erinnerte an die Menschen in den Flüchtlingslagern Afrikas und die Küstenregionen, die schon heute im Meer versinken.

Ernsthaft und unterhaltend war auch das anschließende Beisammensein in der nahegelegenen Festhalle: Zehn Fragen an den Landesbischof konnten die Ehrenamtlichen nach dem gemeinsamen Essen richten. Was würde er Gott bei einem Treffen gerne fragen? “Wie viele Mitglieder haben wir bis 2060”, lautete die Antwort von Jochen Cornelius-Bundschuh. Welche Zukunft der Pietismus in Baden hat und wie die Landeskirche zum Projekt Rettungsschiff der EKD steht, wurde zum Beispiel auch gefragt. Der Pietismus sei wichtig für das Verständnis der Bibel ebenso wie die Hilfe für Menschen, die in Not ihre Heimat verlassen und dabei in Lebensgefahr geraten, sagte der Landesbischof. 

Mit der Kunst der Täuschung begeisterte der Magier Mr. Joy (Karsten Strohäcker), der mit seiner Kunst auch eine Botschaft verknüpft. Staunend erlebte das Publikum, wie ein 50-Euro-Schein verschwindet und in einer Zitrone wieder auftaucht, wie eine Glühbirne einige Meter von Mr. Joy entfernt leuchtet, um dann plötzlich von ihm aus einer Papiertüte gezogen zu werden. Und die stabile Gitterstäbe können den Illusionisten scheinbar auch nicht einsperren - mühelos scheint er dieses Hindernis zu überwinden. Wie er das wohl alles macht? Das blieb an dem Abend ein Geheimnis.

Sebastian Barthmes

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KITA-Forum und Zielvereinbarung

 

Im Rahmen der Bezirksvisitation trafen sich am Donnerstag, den 10. Oktober Leiter*innen aus Kindertagesstätten der beiden Bezirke Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald im Gemeindehais in Ihringen. Im Mittelpunkt stand der Bereich "Sinn-Werte-Religion" des Orientierungsplanes für KiTas in Baden -Württemberg. Heike Helmchen-Menke vom IRP in Freiburg führte in die Ziele in diesem Bereich ein, die für alle Kindertagesstätten verbindlich seien. Darum war es gut, dass bei anschließenden Arbeit zu drei Themen auch Vertreter*innen nicht-evangelischer Einrichtungen dabei waren.

Die Arbeitsgruppen befassten sich jeweils mit Gelingendem, Schwierigem und formulierten Wünsche in den Bereichen Team / Eltern / religionsheterogene Gruppen. Die Ergebnisse sind auf den Fotos dokumentiert.

Der sehr anregende Nachmittag endete mit Resonanzen von OKR Wolfgang Schmidt, Landesbischof Cornelius-Bundschuh sowie der Referentin Helmchen-Menke, bevor Schuldekan Dirk Boch sich auch im Namen seiner Kollegin Heide Reinhard bei allen bedankte.

Die gemeinsame Arbeit mündete am Ende der Bezirksvisitation in einem Ziel, das sich der Kirchenbezirk für die nächsten Jahre  setzte: Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger.

 

Die ganze Zielvereinbarung lautet:

  1. Ein Konzept zum Thema mobile Jugendkirche ist erarbeitet und bis Ende 2021 erprobt. Innerhalb von fünf Jahren ist pro Region ein nachhaltiges Angebot eingerichtet.
  2. Der Bezirkskirchenrat stärkt die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge personell und strukturell.
  3. Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger.
  4. Der Bezirkskirchenrat unterstützt den Diakonieverband, die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und den Kirchengemeinden zu verstärken. Ein gemeinsames Treffen hat bis zum 1.2020 stattgefunden.
  5. Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald soll in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Der Bezirkskirchenrat organisiert dazu bis Ende 2021 einen Studientag oder eine Bezirkssynode.
  6. Der Bezirkskirchenrat initiiert und unterstützt die Vernetzung von Pfarrämtern. Er fördert bis Ende 2023 zwei Pilotprojekte (zum Beispiel Kooperation oder zentrales Pfarramt).
  7. Der Bezirkskirchenrat initiiert einen moderierten Entscheidungsfindungsprozess über die Zusammenarbeit in der Bezirkssynode, im Bezirkskirchenrat und miteinander. Dabei ist insbesondere die Rolle der Regionalausschüsse zu klären. Der Prozess soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

 

Dirk Boch

 

 

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Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald stärkt die Jugendarbeit

Zum Abschluss der Bezirksvisitation vereinbarte der Bezirkskirchenrat in seiner Sitzung am Samstag (12.10.) bis Ende 2021 das Konzept einer mobilen Jugendkirche zu erarbeiten. Zugleich soll die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge verstärkt, die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden mit der Diakonie intensiviert und das derzeit laufende Projekt zur Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas verstetigt werden. Im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ möchte die Kirche mit Einrichtungen anderer Träger kooperieren. Um in der Öffentlichkeit noch stärker präsent zu sein, findet ein Studientag oder eine Bezirkssynode statt. Auch wird der Bezirkskirchenrat zwei Pilotprojekte zur Vernetzung der Pfarrämter in den Regionen fördern. 

Im Folgenden der komplette Text:

  1. Ein Konzept zum Thema mobile Jugendkirche ist erarbeitet und bis Ende 2021 erprobt. Innerhalb von fünf Jahren ist pro Region ein nachhaltiges Angebot eingerichtet. 
  2. Der Bezirkskirchenrat stärkt die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge personell und strukturell. 
  3. Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger. 
  4. Der Bezirkskirchenrat unterstützt den Diakonieverband, die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und den Kirchengemeinden zu verstärken. Ein gemeinsames Treffen hat bis zum 1.2020 stattgefunden. 
  5. Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald soll in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Der Bezirkskirchenrat organisiert dazu bis Ende 2021 einen Studientag oder eine Bezirkssynode. 
  6. Der Bezirkskirchenrat initiiert und unterstützt die Vernetzung von Pfarrämtern. Er fördert bis Ende 2023 zwei Pilotprojekte (zum Beispiel Kooperation oder zentrales Pfarramt). 
  7. Der Bezirkskirchenrat initiiert einen moderierten Entscheidungsfindungsprozess über die Zusammenarbeit in der Bezirkssynode, im Bezirkskirchenrat und miteinander. Dabei ist insbesondere die Rolle der Regionalausschüsse zu klären. Der Prozess soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.
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Landesbischof zu Besuch im Kirchenbezirk

Bad Krozingen. In dieser Woche wird von Donnerstag (10.10.) bis zum Sonntag (13.10.) der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh mit einer Delegation der Landeskirche zur Bezirksvisitation im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald sein. Zur Delegation gehören Prälatin Dagmar Zobel, der Vizepräsident der Landessynode Dekan Thomas Jammerthal, Pressesprecher Dr. Daniel Meier, die Landessynodalen Dorothea Schaupp und Elisabeth Winkelmann-Klingsporn sowie der persönliche Referent des Landesbischofs Dr. André Kendel.

Ein vielfältiges Programm steht auf der Tagesordnung.

Die Visitation startet Donnerstagnachmittag (10.10.) um 14.00 Uhr in lhringen mit einer Fachkonferenz mit Leitenden aus den Kindertagesstätten der Kirchenbezirke Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald.

Am Freitagmorgen (11.10.) ist die Delegation um 10.30 Uhr zu Besuch bei einem Fachgespräch ("Mit Herz, Hirn und Hand") zur Kur- und Rehaseelsorge im Kirchenbezirk (Standorte: Badenweiler , Bad Krozingen, Hinterzarten).

Am Freitagnachmittag wird es in Hinterzarten bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) ab 16.00 Uhr Impulse zum Thema „Tourismus und Kirche" durch Landrätin Dorothea Störr-Ritter, den Geschäftsführer der HTG, Thorsten Rudolf, und den Landesbischof geben, bevor eine Podiumsdiskussion Gelegenheit zum Mitdiskutieren bietet. Hierzu eingeladen sind die Bürgermeister der Region Hochschwarzwald des Landkreises sowie interessierte Menschen aus den evangelischen und katholischen Gemeinden.

Am Freitagabend sind die Kirchengemeinderätinnen und -räte, sowie die ehrenamtlich im Verkündigungsdienst arbeitenden Frauen und Männer des Kirchenbezirks zu einem "Abend der Begegnung" nach Wolfenweiler eingeladen (Beginn mit einer Abendandacht des Landesbischofs um 18.30 Uhr, anschließend Abendessen und Programm - mit "Zehn Fragen an den Bischof" - in der Johann-Philipp-Glock-Halle).

Am Samstagmorgen wird mit dem "Grünhof" in der alten Lokhalle in Freiburg über innovative Formen kirchlicher (Jugend-) Arbeit nachgedacht.

Am Sonntag werden Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Oberkirchenrat viele Gottesdiente des Kirchenbezirks von Müllheim bis Schluchsee gestalten. Der Landesbischof selbst wird die neu renovierte und neu gestaltete Petruskirche in Schluchsee zusammen mit der Ortspfarrerin Gabriele Heuß wieder in Dienst nehmen.

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KonfiCamp 2019

Fast bis aufs letzte Bett belegte unsere Gruppe die Jugendherberge in Titisee-NEUSTADT:

147 Menschen - aus 7 Gemeinden - das KonfiCamp 2019. Rund um biblische und filmische "Super-Helden" drehte sich das Programm an 7 Tagen Ende Juli bis Anfang August.

Einige Eindrücke bietet "KonfiCamp - der Film". Hier gehts zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=QsQAOMXI9YE und hier zum ganzen Film: https://www.youtube.com/watch?v=bwpcmmjLKQQ

Den einen zum Mitfreuen und allen, die dabei waren, kann er sie Wartezeit verkürzen, bis es nach den Ferien weitergeht - unter dem Motto:

Konfi - deine Zeit!

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Bunte Bänder, Tanz, Theater und Musik

Großer Andrang beim Fusionsfest der Kirchengemeinde Eggenertal-Feldberg

Wenn das kein Anlass zum Feiern ist: Schon seit Anfang des Jahres 2019 bilden die drei bisher eigenständigen Kirchengemeinden Niedereggenen, Obereggenen und Feldberg offiziell eine Einheit. Dies feierte die vereinigte Gemeinde im Juli mit einem großen Sommerfest und Open Air Gottesdienst auf dem Eichhölzle/Pfilb, der Anhöhe zwischen Obereggenen und Feldberg.

Über volle Bänke freute sich Pfarrer Ralf Otterbach. Den Gottesdienst gestaltete er zusammen mit der neu formierten Gesangsgruppe „Sing&Pray“ und Valerie Bonfiglio. Anstelle einer Predigt setzte sie die Geschichte einer auf der Straße gestrandeten Frau pantomimisch um, und durfte später die gesamten Spenden des Sommerfests entgegennehmen für ihren Verein Pro Digno e. V., der in Lörrach Haus für wohnsitzlose Menschen betreibt. Einen besonderen Akzent setzten Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Niedereggenen mit ihrem Halleluja-Tanz mit bunten Tüchern, dem sich viele Gottesdienstbesucher spontan anschlossen, und auch die Kinder des Feldberger Kindergartens, die den Sitzengebliebenen bunte Blumen überreichten. Nach dem Gottesdienst ging es weiter: Zum üppig gefüllten Mitbring-Büffet und den Getränken waren alle eingeladen, die vielen Kinder vergnügten sich an Bastel- und Spielstationen, beim Ballonwettbewerb und Riesenseifenblasen. Schon im Gottesdienst waren alemannische Lieder erklungen („Jesus, chumm..“) am frühen Nachmittag ging es dann humorvoll weiter mit den aberwitzig in Mundart umgetexteten Coverversionen des Liedermachers „Runzlig“.

Beatrice Ehrlich
Bilder: Hannelore Künzler-Riehm, Beatrice Ehrlich

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"Sie sind ein richtig guter Pfarrer!" - Abschied von Pfr. Peter Boos in Ihringen

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einer vollen Kirche wurde Pfarrer Peter Boos gestern (21.07.2019) in Ihringen verabschiedet. Peter Boos wechselt nach 19 Jahren seine Pfarrstelle nach Königschaffhausen im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald. "Sie sind ein tüchtiger Erntehelfer im Weinberg des Herrn!" wertschätzte Dekan Rainer Heimburger Peter Boos, bevor er ihn von seinen Verpflichtungen im Pfarrmat Ihringen entpflichtete.

Der Gottesdienst wurde unter anderem vom Ihringer Kirchenchor, dem Musik- und Männergesangsverein, sowie von den singenden Winzern musikalisch gestaltet. In den verschiedenen Grußworten zum Abschied von Peter Boos wurde die große Wertschätzung für seine Person, seine Familie und sein Engagement für die Ihringer Kirchengemeinde deutlich. Bürgermeister Eckerle bedankte sich für die gute Zusammenarbeit von Pfarrhaus und Rathaus. Er bedankte sich bei Peter Boos für intensive Gespräche und die gemeinsame Sorge um das Wohl des Ortes. Vereinssprecher Kühnle sagte in seinen Worten an Peter Boos: "Sie waren ein richtig guter Pfarrer, sie haben verstanden die Vereine in Ihringen bei der Stange zu halten!". Um eventuellem Heimweh vorzubeugen überreichte der Vereinssprecher Peter Boos zwei große Gebinde Ihringer Wein.

Auch eine Abordnung der Katholischen Seelsorgeeinheit Breisach-Neuenburg bedankte sich bei Peter Boos für seine ökumenische Offenheit und seine Zusammenarbeit mit den katholischen Akteuren im Umfeld von Ihringen. Pastor Frank Claus, Gemeindeleiter der Liebenzeller Gemeinschaft in Ihringen, bedankte sich ebenso für die freundschaftliche Zusammenarbeit und freute sich über die Ergebnisse der gemeinsamen Aktionen im Ort. Das Erdbeerfest, das die Kirchengemeinde und die Evangelische Gemeinschaft gemeinsam verantworten, sei ein Beispiel hierfür.

Dr. Klaus Herlan, der Vorsitzende des Kirchengemeinderats von Ihringen, betonte ebenso die gute und segensreiche Zusammenarbeit. Gerne erinnere er sich an so manche Anekdote aus Peter Boos`s Amtszeit. Die Kirchengemeinde sei sehr dankbar für die Zeit von Familie Boos in Ihringen und wünsche ihr nun Gottes reichen Segen am neuen Wirkungsort. Als Abschiedgeschenk der Kirchengemeinde überreichte er Familie Boos ein handgemaltes Bild der Ihringer Kirche als Erinnerung. Die Ihringer reagierten mit großem Applaus und "standing ovations"!

Florian Böcher, Gemeindediakon in Ihringen

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Konzertante Chormusik 2019 unter der Leitung von Regionalkantor Horst K. Nonnenmacher

Das Regionalkantorat Müllheim bietet in diesem Jahr, neben Solo-, Kammerkonzerten, konzertanter Gottesdienstmusik und Kantatengottesdiensten, drei Chorprojekte an.

Das Chorprojekt Passion stellt in den Fokus ein Meisterwerk der empfindsamen Epoche, der musikalischen Übergangs- und Umbruchzeit zwischen Barock und Klassik. Das Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ für Chor, Vokalsolisten und Orchesteraus dem Jahre 1755, komponiert von Carl Heinrich Graun (1703 – 1759), Kapellmeister in der Hofkapelle Friedrichs des Großen. Das Werk galt lange Zeit als eines der bedeutendsten Passionsoratorien nach der Bachschen Matthäuspassion, ein Auftragswerk der musikbeflissenen Prinzessin Amalia von Preußen. Die Proben finden statt zunächst montags ab dem 04.02.jeweils um 19.45 Uhr im Evang. Gemeindehaus Müllheim. Die Aufführung ist an Karfreitag, 19.04.2019, um 20.15 Uhr, in der Evang. Pauluskirche Badenweiler.

Unter dem Titel Praise the Lord – ein Gospelabend findet am Samstag, 06.07.2019, um 19.30 Uhr in der Evang. Stadtkirche Müllheim ein Konzertabend statt, das erstmalig der Bezirksgospelchor Taktlos ausrichtet. Das Chorprojekt Taktlos & Friends vereint Gastchöre und Solisten aus nah und fern. Eine geballte Ladung Gospelmusik, Traditionals, Gospelpop, auch Souliges und Jazziges.Neben Taktlosmit Liveband, wirken mit der Emmendinger Gospelchor "Soulvation“, die in der Regio beliebte Gospel- und Soulsängerin Angela Mink, die Chorformation „ChorArt“ aus Freiburg, unter der Leitung von Beata Veres-Nonnenmacher und nicht zuletzt der Ausnahmekünstler B. Free mit Ensemble. Eine Hommage an den Glauben zu Gott und voller Emotionen.

Wolfgang Amadeus Mozart – Requiem. Ein Konzertprojekt der Markgräfler Bezirkskantoreimit dem weltbekannten Werk in neuem Klangbild, einer Fassung des Mozart-Forschers Karl Marguerre Die durch den Mozart-Schüler Franz Xaver Süßmayr überlieferte Fassung wurde neu überarbeitet, ausgewählte musikalische Stellen neu ergänzt. Ebenso ist die Instrumentation des düster beginnenden Eingangssatzes unter die Lupe genommen worden, was sicherlich nicht Mozarts Absicht entsprach. Die bei Mozart üblichen Holzbläser wurden hier sowie in anderen Sätzen des Werkes klanglich erweitert, wo es sich anbot, was einer Aufhellung der Instrumentation an ausgesuchten Stellen entsprach und zudem die Aussage des liturgischen Textes unterstützt. Ein für Mozart typisches Klangbild entstand. Probenbeginn: Ende Mai 2019. Das Konzert findet statt am Volkstrauertag,17.11.2019, um 18.00 Uhr in der Evang. Stadtkirche Müllheim.

Für Projekt- und Gastsänger:Sie können direkt in die Probe kommen oder kontaktieren Sie zuvor dasRegionalkantorat, Ev. Pfarramt Müllheim, Tel.: 07631/366220. Auch unter E-Mail: nonnenmacher@ekbh.de. Info: www.ekbh.de/kirchenmusik

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