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Aktuelles

Friedenspreisverleihung der Freiburger Inta-Stiftung an Herrn Dr. Theodor Ziegler

Der Friedenspreis der Freiburger Inta-Stiftung mit einer Dotierung von 5.000,--€ wird regelmäßig geteilt auf eine Initiative, die dem Frieden dient und auf eine Person, die für ihr Lebenswerk im Einsatz für den Frieden gewürdigt wird. Im Jahr 2019 wählte die Jury zum einen die Initiative des Caritasvereins St. Vinzenz aus Waldkirch für sein Projekt „Wohnen für alle“ und Dr. Theodor Ziegler für seinen lebenslangen Einsatz für den Frieden aus. Während Ursula Sladek Michael Kienast mit dem Waldkircher St. Vinzenz verein ehrte, war es dem Staatsminister a.D. Gernot Erler, ein Anliegen, das Lebenswerk Theodor Zieglers zu würdigen. Theodor Ziegler, geb. 1953 in württembergischen Großsachsenheim setzte nach einer Banklehre seine Ausbildung zum Diakon fort. Lange Jahre war er für die Evangelische Landeskirche in Baden (EKiBa) tätig als Jugendreferent, beauftragt speziell für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleitende. Danach folgten 10 Jahre als Religionslehrer an Beruflichen Schulen in Breisach. Berufsbegleitend erwarb er Master und Dr. phil. mit Themen der Friedensethik aus der christlichen Überlieferung. Das besondere dabei war, dass sich Ziegler einreihte in die Tradition der Auslegungen des Evangeliums vom Ursprung an als Botschaft der Gewaltfreiheit. So beschäftigt sich seine Dissertation mit dem Thema  ‚Motive und Alternativentwürfe christlicher Pazifisten - Die vorrangige Option der Gewaltfreiheit im Religionsunterricht der Kursstufe‘. 

Zieglers Arbeiten waren mit maßgeblich dafür, dass das Synodal-Parlament der EKiBa nach einem zweijährigen Diskussionsprozess im Oktober 2013 eine Entschließung verabschiedete, mit der sich die badische Landeskirche auf den Weg gemacht hat, „Kirche gerechten Friedens“ zu werden. Dieser für Kirchen bislang ungewöhnliche Weg wurde unter seiner Mitwirkung 2018 fortgesetzt in der spannenden Publikation mit dem Titel „Sicherheit neu Denken. Von der  militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik – Ein Szenario bis zum Jahr 2040“. Im Grunde kann man diesen Ansatz als ein Anknüpfen an das friedensethische Selbstverständnis der Christen in den ersten drei Jahrhunderten verstehen. Hierzu findet derzeit bundesweit im zivilgesellschaftlichen Bereich, zu dem auch die Kirchen gehören, mit den entsprechenden Gruppen und Verbänden eine intensive Debatte über dieses Szenario statt. In den kommenden Jahren soll diese Auseinandersetzung mit der derzeit geltenden Militärstrategie noch von Personen aus der badischen Landeskirche angestoßen werden. Sie soll sich später dann aber mehr und mehr verselbständigen und in die Breite der Gesellschaft hinein zur Debatte stehen. Dieses Konzept fand bei den großen deutschen Friedensorganisationen ein starkes Echo. Sie bereiten gegenwärtig eine bundesweite Informationskampagne vor, die diese Alternative zur Aufrüstung bundesweit ins Gespräch bringen soll.

Seit 2012 begleitet Ziegler ein von ihm ins Leben gerufener Koordinationskreis, der regelmäßig in Offenburg tagt. Er begleitet noch immer die Diskussionsprozesse, die mit dieser veränderten Denkrichtung der Friedens-Botschaft des Evangeliums verbunden sind, ein bedeutender Pfeiler pädagogisch-politisch verstandener Diakonie. Ziegler ist einer der 17 Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft, die das Ökumenische Instituts für Friedenstheologie / Ecumenical Institute of Peace Theology im Januar 2018 in Köln gegründet haben. Er ist Mitglied im Internationalen Versöhnungsbund, Deutscher Zweig, arbeitet sowohl im Leitungskreis des Forum Friedensethik (FFE) in der EKiBa seit Jahren mit wie mittlerweile auch als Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Freiburg (EH). Darüber hinaus ist Ziegler bekannt, nicht nur als begabter Zeichner, sondern auch als Liedermacher mit Gitarre und Mundharmonika z.B. bei Protesten gegen das AKW in Fessenheim.

Das Bild stammt von Uli Glasemann. Es zeigt Helga Sprenger von der Inta-Stiftung Freiburg, die Theo Ziegler zum Empfang des Friedenspreises gratuliert.

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Bezirksjugendsynode in Pfaffenweiler

# über 20 Aktive in der Jugendarbeit

# aus den Gemeinden

# Jugend-Synode im Advent

# ERWARTUNGSFROH: das Jahresprogramm der Bezirksjugend 2020: Schulungen, Freizeiten, Camps – bald online auf: https://juwe-bh.de/

# nicht mehr ABWARTEN: Jugendkirche im Bezirk: Stand der Dinge, Ideen, Namen – KickOff am Freitag, 24. Juli auf dem Batzenberg – nicht ABWAERTEN, sondern VORMERKEN – ein HIGHLIGHT für Konfis und Jugendliche im Bezirk

# WARTEN auf schöneres Wetter? NEIN – Abschluss mit Andacht, Gemeinschaft, Punsch und Glühwein bei Kerzenlicht, Punsch und Glühwein am Lagerfeuer hoch über Pfaffenweiler

# ERWARTUNGSFROH: die nächste Jugendsynode am 30. März 2020

# Vorfreude auf MEHR

 

Dirk Boch

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Ergebnisse der Kirchenwahlen

Statistisches zu den Wahlen im Kirchenbezirk

(aktualisiert am 13.12.19) Die Wahlbeteiligung lag bei 19%. Das Durchschnittsalter der Gewählten lag am Wahltag bei 54,5 Jahren.

Die meisten Gemeinden hatten genau so viel Kandidierende wie zu Wählende; eine Reihe von Gemeinden hatten mehr Kandidat*innen als zu Wählende. Sechs Gemeinden konnten die geforderte Kandidatenzahl nicht erreichen, die Wahl jedoch nach dem Wahlgesetz dennoch durchführen. Eine Gemeinde hat keine Kandidaten aufgestellt (in dieser Gemeinde muss innerhalb des nächsten halben Jahres die Wahl erneut durchgeführt werden).

Hier finden Sie eine Kurzübersicht über die einzelnen Gemeinden des Kirchenbezirks. Bitte lesen Sie jeweils auch die örtlichen Berichte, auf die bei den jeweiligen Gemeinden unten verlinkt ist.
 

Auggen

Kandidierende: 3
zu Wählende: 6
Gewählte: 3
Wahlbeteiligung: 19,5%
 

Bad Krozingen

Kandidierende: 8
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 13,3% (2013: 17,26%)
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Badenweiler

Kandidierende: 4
zu Wählende: 6
Gewählte: 4
Wahlbeteiligung: 21,8%
 

Betberg-Seefelden

Kandidierende: 8
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 25,7%
 

Bickensohl

Kandidierende: 5
zu Wählende: 6
Gewählte: 5
Wahlbeteiligung: 28,4%
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Bischoffingen

Kandidierende: 6
zu Wählende: 4
Gewählte: 4
Wahlbeteiligung: 39,7%
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Bötzingen

Kandidierende: 10
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 27,3%
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Breisach

Kandidierende: 14
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 15,2%
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Britzingen-Dattingen

Kandidierende: 8
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 29,3%
 

Buggingen-Grißheim

Kandidierende: 7
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 19,2%
 

Eggenertal-Feldberg

Kandidierende: 12
zu Wählende: 12
Gewählte: 12
Wahlbeteiligung: 29,7%
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Ehrenkirchen-Bollschweil

Kandidierende: 10
zu Wählende: 9
Gewählte: 9
Wahlbeteiligung: 17,2% (2013: 16%)
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Gallenweiler

Kandidierende: 3
zu Wählende: 3
Gewählte: 3
Wahlbeteiligung: 30,5%
 

Gundelfingen

Kandidierende: 8
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 19,1% (2013: 23,6%)
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Heitersheim

Kandidierende: 8
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 13%
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Hinterzarten

Kandidierende: 11
zu Wählende: 9
Gewählte: 
Wahlbeteiligung: 
 

Hügelheim

Kandidierende: 5
zu Wählende: 6
Gewählte: 5
Wahlbeteiligung: 23,1% (2013: 28%)
 

Ihringen

Kandidierende: 9
zu Wählende: 10
Gewählte: 9
Wahlbeteiligung: 24% (2013: 29%)
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Kirchzarten

Kandidierende: 9
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 18,0% (2013: 22,14%)
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Laufen

Kandidierende: 0
zu Wählende: 4
Gewählte: 0
Die Wahl muss erneut angesetzt werden.
 

Lenzkirch

Kandidierende: 6
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 13,7% (2013: 20,5%)
 

Löffingen

Kandidierende: 4
zu Wählende: 6
Gewählte: 4
Wahlbeteiligung: 12,5%
 

March

Kandidierende: 6
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 13,3%
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Mengen-Hartheim

Kandidierende: 6
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 13,0% (2013: 20,16%)
 

Müllheim

Kandidierende: 15
zu Wählende: 12
Gewählte: 12
Wahlbeteiligung: 18,2%
 

Neuenburg

Kandidierende: 12
zu Wählende: 8
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 17% (2013: 19,75%)
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Neustadt

Kandidierende: 9
zu Wählende: 9
Gewählte: 8
Wahlbeteiligung: 14,3%
 

Schliengen

Kandidierende: 6
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 17%
 

Schluchsee

Kandidierende: 3
zu Wählende: 3
Gewählte: 3
Wahlbeteiligung: 17,4% (2013: 16,5%)
 

Staufen-Münstertal

Kandidierende: 12
zu Wählende: 10
Gewählte: 10
Wahlbeteiligung: 21,6%
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Stegen

Kandidierende: 6
zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 17,6%
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​​​​​​​

Sulzburg

Kandidierende: 6
​​​​​​​zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 16,4%
 

Umkirch

Kandidierende: 6
​​​​​​​zu Wählende: 6
Gewählte: 6
Wahlbeteiligung: 12,6% (2013: 14,5%)
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​​​​​​​

Wolfenweiler

Kandidierende: 8
​​​​​​​zu Wählende: 8
Gewählte: 8
​​​​​​​Wahlbeteiligung: 23,6% (2013: 21,7%)
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5000 Brote – Konfirmanden in Neuenburg backen für Brot für die Welt!

Seit 2014 gibt es die bundesweite Aktion: 5000 Brote – Konfis backen für Brot für die Welt. Die Idee: Konfirmandengruppen gehen in Backstuben und Bäckereibetriebe, um Brote zu backen. Diese werden zum Beispiel auf einem Markt oder nach einem Gottesdienst zugunsten von Kinder- und Jugendbildungsprojekten von "Brot für die Welt" in El Salvador, Äthiopien und Indien verkauft bzw. gegen Spenden abgegeben. Dabei lernen die Konfirmanden auch einen handwerklichen Beruf kennen und die Entstehung eines unsere wichtigsten Lebensmittel: Brot!

In diesem Jahr war der Konfirmandenkurs der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenburg mit 27 Konfis mit dabei. 

Am Samstag, den 7. Dezember,  morgens von 6.00 bis 9.00 Uhr waren sie, unter fachlicher Anleitung  in Gehmann´s Hofladen aktiv und produzierten Brote, Kuchen und anderes Gebäck.

Ab 8.00 Uhr wurden die Waren dann vor dem DM Markt in Neuenburg und später auf dem Weihnachtsmarkt verkauft oder gegen eine Spende abgegeben. 

Für die Konfigruppe war dies eine prägende Erfahrung, wie auch für alle Mitarbeitenden dieser Aktion. Insgesamt konnten 2312,55 € für Brot für die Welt eingenommen werden. 

Neben allem handwerklichen Erleben, ging es Pfarrer Armin Graf und dem Konfiteam besonders darum, ein Bewusstsein für die Verantwortung für unsere Eine-Welt , die uns Gott anvertraut hat, zu schaffen.  

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Impulstag Besuchsdienstarbeit

Gut 40 Teilnehmer*innen besuchten den Impulstag "Besuchsdienstarbeit", den die Evangelische Kirchengemeinde Ihringen gemeinsam mit dem Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald veranstaltete.

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Mehr als 4.500 Kirchenälteste gewählt

40 % Neuzugänge Synodalpräsident und Landesbischof bedanken sich für die Beteiligung an der Kirchenwahl

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Nachrichten aus dem Partnerbezirk Bui in Kamerun

Lesen Sie hier, wie sich derzeit die Situation in unserer Partnerkirchenbezirk Bui in Kamerun darstellt.

 

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Neuregelung der Landessynode zur Substanzerhaltungsrücklage

In der Substanzerhaltungs-Rücklagenrechtsverordnung (SERL-RVO) wird geregelt, welche Rücklagen Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirche (i) für die zukünftige Sanierung und damit Substanzerhaltung ihrer Gebäude, und (ii) für die beweglichen Vermögensgegenstände bilden müssten.

1. Gebäude:

Hier wurde als Grundlage für die Berechnungen der Wiederbeschaffungswert zu Grunde gelegt, eine jährliche Steigerung der Baukosten von 1,5%, sowie eine Abzinsung von 4% auf schon bestehende Rücklagen. Bei Gemeindehäusern wird von der im Liegenschaftsprojekt festgelegten Sollgröße ausgegangen. Von dem so ermittelten Wert werden kommunale Zuschüsse und landeskirchliche Baubeihilfen abgezogen. Die Nutzungsdauer wird für Kirchen auf 100 , für Gemeindehäuser und Pfarrhäuser auf 60, und für Kindertagesstätten auf 40 Jahre festgesetzt.

Unterm Strich müssen die Gemeinden erheblich höhere Rücklagen bilden als bisher. Die Gemeinden sollen jedoch die Möglichkeit haben, den errechneten Betrag um bis zu 30% zu reduzieren, um eine finanzielle Überforderung zu vermeiden. Es bleibt allerdings offen, ob eine Reduktion um 30% im Einzelfall ausreichend ist, um die Zahlungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten.

2. Bewegliche Vermögensgegenstände

Für bewegliche Vermögensgegenstände (sprich: Geräte) sollen Substanzerhaltungsrücklagen in Höhe der jährlichen linearen Abschreibung gebildet werden. Dies gilt ab einem Anschaffungspreis von 1000 € (bisher 400 €).

Der Kirchengemeinderat bzw. das für den Haushaltsbeschluss zuständige Organ kann zum Zeitpunkt der Anschaffung beschließen, auf die Rücklagenbildung zu verzichten, wenn (i) der Gegenstand aus Drittmitteln beschafft wurde, und für eine Ersatzbeschaffung wieder mit Drittmitteln zu rechnen ist, (ii) wenn die Ersatzbeschaffung voraussichtlich aus laufenden Einnahmen finanziert werden kann, oder (iii) wenn eine Ersatzbeschaffung entbehrlich oder nicht beabsichtigt ist. Dies bedeutet, dass die Rücklagenbildung in vielen Fällen in das Ermessen der Gemeinden gestellt wird.

Diese Rechtsverordnung wird ab dem Haushaltsjahr 2022 gelten.

Prof. Dr. Wolfgang Schmidt, Landessynodaler

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Kirche auf der Landesgartenschau 2022

Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2022 in Neuenburg laufen auf Hochtouren. Die Vorbereitungen des Geländes zwischen der Autobahn und dem Rheinufer beim alten Hafen sind in vollem Gang. Und die Kirchen werden ökumenisch mit dabei sein. Seit dem Juli 2019 hat sich eine Projektgruppe aus EOK, Ordninariat, dem katholischen und evangelischen Dekanat sowie aus den Kirchengemeinden in und um Neuenburg bereits drei Mal getroffen. „Kloster“ soll die Leitidee für den kirchlichen Pavillon sein. Diese Idee wird in den kommenden Monaten mit den zuständigen Referaten im Evangelischen Oberkirchenrat und dem katholischen Ordinariat weiterentwickelt.Von April bis Oktober 2022 soll es auch regelmäßige sonntägliche Gottesdienste auf der Gartenschau in Kooperation mit den Gemeinden in der Region geben.   

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Wiedereinweihung der Martin-Bucer-Kirche in Breisach

Am 20. Oktober 2019 um 17 Uhr war es so weit, nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde die Fertigstellung der Martin-Bucer-Kirche in einem feierlichen Gottesdienst gefeiert. Nachdem die erste Phase der statischen Sanierung und der Sanierung der Heizung Ende des Jahres 2018 abgeschlossen werden konnte, Stand das Jahr 2019 ganz im Zeichen der Innenrenovation.

Viele Sitzungen des Kirchengemeinderates, mit dem Architekten Thomas Harter und den Vertretern der Landeskirche aus Karlsruhe waren nötig, um ein bestmögliches, finanzierbares Konzept zu entwickeln. 

Die größte Veränderung dürfte der neue Bodenbelag darstellen, der als dunkler Bitumenterrazzo-Belag ausgestaltet wurde. Auch die Deckenverschalung wurde komplett erneuert, aufgehellt und die Dachfläche soweit möglich energetisch verbessert. Auch die neue Beleuchtung kann sich sehen lassen. In die Decke wurden LED-Lines eingelassen und die zusätzliche indirekte Beleuchtung lässt das Dach noch schwebender wirken.

Auch technisch gibt es viele Veränderungen. Die Elektronik wurde auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, eine neue Anlage, die auch für Bandmusik ausgelegt ist, wurde verbaut. Auch für die interaktiven Gottesdienste sind nun die Voraussetzungen gegeben, um Kameras und Livestream direkt anzuschließen. Ein neuer Beamer und eine große Leinwand runden das technische Konzept der Kirche ab.

Altarbereich und Empore kommen ebenfalls mit einem neuen Erscheinungsbild daher und zeigen deutlich die Lebendigkeit der 50 Jahre alten Kirche in der Struktur des Belages.

Besonders stolz macht die Verantwortlichen des Projekts die neue flexible Bebankung, die aus den alten Kirchenbänken umgearbeitet wurde. Passend dazu wurden ein Ambo und ein Altartisch hergestellt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das Jubiläumstheaterstück aufgeführt. Bei einem Glas Sekt konnte im Anschluss das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme ausgiebig in Augenschein genommen werden.

Oliver Münch

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Bezirkssynode tagte

(04.11.2019) Visitation, Zusammenarbeit im Bezirk und Dialog mit dem Islam

Die Bezirksvisitation, die Zusammenarbeit im Bezirk, der Dialog zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen sowie Wahlen standen im Mittelpunkt der Herbsttagung der Bezirkssynode am Freitag, 25. Oktober, in Wolfenweiler. Es war die letzte Zusammenkunft der Synodalen vor der Kirchenwahlen am 1. Dezember.

 

Rückblick auf die Bezirksvisitation

“Wir wollten nicht nur zeigen, was gut läuft, sondern auch über Baustellen im Bezirk reden”, sagte Dekan Rainer Heimburger bei seinem Rückblick auf die Bezirksvisitation, die eine Woche zuvor stattgefunden hatte. Die Mitglieder der Visitationskommission hatten zusammen mit Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh in der Zeit vielfältige Begegnungen und Fachgespräche. Um Inklusion ging es zum Beispiel beim Diakonischen Werk, “Kirche und Tourismus” hieß das Thema bei der Begegnung mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Die finanzielle Situation des Kirchenbezirks, die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung oder auch eine Bilanz der Gliederung  des Kirchenbezirks in drei Regionen waren einige der Themen der Visitation, berichtete Dekan Heimburger.
 
Zum Abschluss vereinbarte der Bezirkskirchenrat mit der Visitationskommission mehrere Ziele, die Dekan Heimburger den Mitgliedern der Synode vorstellte.

 

Die Regionen im Bezirkskirchenrat

Aus drei Regionen besteht der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald seit seiner Errichtung im Jahr 2005. Damals wurde festgelegt, dass vier Vertreter aus den Regionen Dreisamtal-Hochschwarzwald und Kaiserstuhl/Tuniberg sowie vier Vertreter aus der Region Markgräflerland dem Bezirkskirchenrat (BKR) angehören sollen. Die Bezirkssynode soll im Jahr 2019 darüber beschließen, so die damalige Festlegung, ob diese Regelung fortgesetzt wird. Mehrheitlich sprach sich das Gremium dafür aus, zukünftig mindestens zwei Vertreter jeder Region in den BKR zu wählen.
 
Vier Varianten hatte der Bezirkskirchenrat erarbeitet:
- die bisherige Regelung bleibt unverändert bestehen
- mindestens eine zu wählende Person aus jeder der drei Regionen muss dem BKR angehören, die übrigen Mitglieder werden von der Bezirkssynode frei gewählt
- die Synode wählt alle BKR-Mitglieder frei, eine regionale Präferenz gibt es nicht
- die Synode wählt mindestens zwei Vertreter aus jeder Region in den Bezirkskirchenrat
 
Sie habe die Erfahrung gemacht, dass der BKR die regionale Verbundenheit nicht braucht, sagte Ulrike Müller (Vorsitzende der Bezirkssynode). Das Gremium spreche für alle Regionen. Gibt man die Wahl der BKR-Mitglieder ganz frei, setze man auf ein Harmoniemodell, sagte Dekan Heimburger.  Die bisherige Regelung sichere aber die Mitsprache aller Regionen auch im Konfliktfall - eine Region könne nicht die Synode und den Bezirkskirchenrat dominieren. Das bestehende Modell stelle auch sicher, dass im BKR in jedem Fall Ortskenntnisse aus allen Regionen vorhanden sind, sagte Pfarrer Rainer von Oppen (Neustadt, Hoschwarzwald). Die Regelung habe sich bewährt und sollte deshalb beibehalten werden, sagte auch Mechtild Aldinger (Landessynodale, Lenzkirch). Eigentlich haben die Regionalausschüsse den BKR gewählt, doch das Gremium sollte von der Bezirkssynode bestimmt werden, warf Schuldekan Dirk Boch in der Diskussion zu dem Thema ein.
 
Nach sechs Jahren soll erneut über die Regelung abgestimmt werden.

 

Wahlen

Gemeindediakonin Gabi Groß (Bad Krozingen) ist von der Synode in den Bezirkskirchenrat gewählt worden. Bisher war sie stellvertretendes Mitglied für Oliver Münch, der aus dem Gremium ausgeschieden ist. Zu ihrem Stellvertreter wurde Bezirksjugendreferent Oliver Zulauf gewählt, der nun auch Vertreter der Gemeindediakone in der Bezirkssynode ist. 

 

Dialog “Christen und Muslime”

Mit einem Gesprächspapier zum Dialog zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen, beschäftigte sich der Bezirkskirchenrat mehrfach in den vergangenen Monaten. Die Landeskirche hatte das Papier im Sommer 2018 herausgegeben und die Kirchenbezirke um Stellungnahmen gebeten. Mit dem Papier, das derzeit in Karlsruhe überarbeitet wird, soll sich die Bezirkssynode in der kommenden Legislaturperiode befassen, hieß es. ”Das Thema ist gesellschaftlich hochrelevant”, sagte Dekan Rainer Heimburger bei der Tagung der Bezirkssynode und stellte dort seinen Entwurf einer Stellungnahme vor. Die Landeskirche lege im Dialog mit dem Islam den Schwerpunkt auf die theologische Auseinandersetzung. “Die Auseinandersetzung mit dem Gesprächspapier hat uns vor Augen geführt: Wir sind wenig ‘gesprächsfähig’, wenn es um unseren Glauben und unsere Grundlagen geht”, schreibt Dekan Heimburger. Das gelte nicht nur für den Dialog mit dem Islam, sondern auch für “das Gespräch über Glaubensthemen in unserem Alltag.” 
 
Mit dem Thema sollte sich die Synode befassen, sagten mehrere Mitglieder. Hilfreich könnte dabei der Vortrag eines Referenten oder auch eine Podiumsdiskussion sein, hieß es. Über die Vorgehensweise soll nach der Kirchenwahl entschieden werden. 

 

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