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Konfi-Camp 2018 auf dem Marienhof - "Ich glaub schon!?"


250 Konfirmand*Innen und haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus den Gemeinden Bad Krozingen, Bötzingen, Staufen, Ehrenkirchen, Wolfenweiler, Lenzkirch, March, Umkirch, Neustadt und Mengen-Hartheim verbrachten vom 28.09. bis 30.09.2018 eine intensive Zeit auf dem Marienhof des CVJM Baden bei Offenburg. Unter dem Motto „Ich glaub schon!?“ beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema "Taufe". Das Konfi-Camp wurde vom Evangelischen Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald veranstaltet und organisiert.

In Zelten untergebracht campierten die Konfis mit ihren Betreuern auf dem großen Gelände des ehemaligen Gutshofs und lernten sich dabei - sie stehen ja am Beginn ihrer Konfirmandenzeit - kennen. Zu den Angeboten des Konfi-Camps zählten zahlreiche Aktionen, Workshops und Sportangebote. Diese reichten von Jugger und Nachtgeländespielen bis zu Phillipinischem Stockkampf, Fußballspielen und Zweikampf. Auch zahlreiche kreative Angebote waren auf der Workshopliste. Die einzelnen Tage waren begleitet von Gottesdiensten und Andachten. Das Abendprogramm bestand beispielsweise aus Sitzen am Lagerfeuer, einer Kopfhörer-Disco und noch einiges mehr.

Im kommenden Jahr wird der Kirchenbezirk wieder ein "großes" Konfi-Camp durchführen. Dabei werden Konfirmand*Innen eine ganze Woche miteinander unterwegs sein. Informationen hierzu erhalten Sie bei Schuldekan Dirk Boch.

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Erntedank-Gottesdienst mit Landesbischof Cornelius-Bundschuh

 

"Es ist Zeit zu danken, für die Gaben die wir aus Feldern, Äckern und Weinbergen immer wieder so reichlich ernten dürfen. Erntedank verbindet. Kirchen und Berufsstand geben dafür Beispiele. Es ist eine gute Tradition, die gemeinsame Erntedank-Feier in familiär-bäuer­lichem Umfeld zu gestalten." Mit diesen Sätzen leitet der BLHV seine Einladung zu einem besonderen Gottesdienst ein.

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband feiert am 07. Oktober 2018 um 14:00 Uhr einem gemeinsamen Erntedank-Gottesdienst mit Herrn Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh in Neuenburg-Grißheim. Der Gottesdienst wird an einem ungewöhnlichen Ort, einer landwirtschaflich genutzen Halle der Familie Kaufmann, stattfinden. Der Weg dorthin ist gut beschildert. Der BLHV und die Evangelische Landeskirche gestalten als Zeichen der engen Verbundenheit in diesem Jahr den Erntedankgottesdienst gemeinsam. Präsident Werner Räpple freut sich auf einen besinnlichen und harmonischen Erntedanktag.

Das Programm: Musikalische Einstimmung I Begrüßung durch BLHV-Präsident Werner Räpple I Erntedank-Gottesdienst mit Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh I Musikalische Gestaltung durch den Musikverein Grißheim

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Mobilitätswende: „Den Wandel, der längst begonnen hat, nachhaltig nutzen“

Rastatt. Angesichts des Produktionswachstums von Elektromobilität in China, Millionen von Fahrzeugen auf immer volleren europäischen Straßen, von Schadstoffbelastung, Rohstoffausbeutung und Entsorgungsproblemen soll die Transformation der Automobilwirtschaft für nachhaltige, wegweisende Innovationen genutzt werden. Das haben alle Podiumsteilnehmer aus Kirche, Mittelstand, Umweltverband und Gewerkschaft beim bundesweiten Fachtag „Mobilitätswende“ des Evangelischen Verbands Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt am Mittwoch (19.09.) in Rastatt betont. Die Verantwortung der Kirche sah Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh darin, den dafür nötigen Mentalitätswandel zu ermöglichen, „indem wir Mut machen und selbst vollziehen, was wir wichtig finden“. Die Bibel sei voll von Geschichten des Aufbruchs.

Der Verkehr forciert den Klimawandel besonders stark, „auch wenn es zunehmend Akteure gibt, die das alles als Quatsch bezeichnen und so tun, als sei früher alles besser gewesen“, sagte Roman Zitzelsberger, IG Metall Bezirksleiter für Baden-Württemberg. Der prognostizierte Verlust von 70.000 Arbeitsplätzen in der Automobilwirtschaft dürfe nicht allein in den Vordergrund gerückt werden, so der Gewerkschaftsvertreter. Dafür würden andere Arbeitsplätze entstehen, wenn jetzt innovative Konzepte entwickelt würden. „Der Riesenvorteil an diesen Prognosen: Die Ausgangslage ist heute gestaltbar.“ Menschen in ihren Ängsten und in Umbruchsituationen nicht allein zu lassen, sei wichtig. „Aber die Frage ist: wozu nutzt man den Wandel, in dem sich die Automobilindustrie ohnehin befindet“, betonte auch Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz und Mitglied des Strategiedialogs Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg. „Mit all dem, was wir derzeit initiieren, werden wir den Klimaschutz nicht erreichen“, so Dahlbender.

Ulrich Schiefer, Geschäftsführer von AtTrack, einem E-Mobility-Unternehmen, sieht die Aufgabe der Wirtschaft darin, „relevante, saubere und nachhaltige Produkte herzustellen, die wir auch in Zukunft weltweit verkaufen können“. Er forderte die Automobilhersteller auf, sich aktiver in die notwendige Mobilitätswende einzubringen. Dem Autohersteller Daimler bot er ein gemeinsames Projekt zur Umstellung der Stuttgarter Verkehrsbetriebe auf Elektrobusse an.

Der badische Landesbischof Cornelius-Bundschuh sprach sich für „ein Genug“ aus. Dieses Genug könne man von der Grenze her denken, aber auch „von der Fülle: Ich bin satt, froh, erfüllt“. Die Aufgabe der Kirche sah er unter anderem darin, über Bildungsprozesse dazu beizutragen, dass Menschen den Begriff der Freiheit neu entdecken und „sich bewusst machen, dass sich Freiheit nicht in möglichst hoher Geschwindigkeit zeigt oder bei der Wahl eines Waschmittels, sondern im Mut, die Welt gerecht und zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Menschen, die Angst vor Veränderung haben, gebe es auch in den Kirchengemeinden. Darin, sie im Glauben zu stärken und ihnen Mut zu machen, sich diesen Umbrüchen zu stellen, sah er eine vorrangige Verantwortung der Kirche.

Die Podiumsdiskussion war Teil eines Fachtags zur Mobilitätswende im Rahmen des jährlichen bundesweiten Treffens der kirchlichen Fachdienste in der Arbeitswelt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das dieses Jahr in Rastatt stattfand. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) verknüpft soziale und ökonomische mit sozialethischen Fragestellungen und fördert Ideen, die zu einer gerechten, humanen und zukunftsfähigen Arbeits- und Wirtschaftsweise beitragen. Dazu führt der KDA den Dialog mit den Akteuren in der Arbeitswelt, mit Verantwortlichen in Unternehmen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden sowie in Politik und Kirche. Seit März 2011 ist der KDA gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche (AHK) sowie dem Bund Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA e.V.) in den Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) eingebunden.

Weitere Informationen finden Sie unter kwa-ekd.de und kda-baden.de.

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HANDREICHUNG "RELIGIÖSE FEIERN IM MULTIRELIGIÖSEN KONTEXT DER SCHULE"

„Religiöse Feiern im multireligiösen Kontext der Schule“ lautet der Titel einer Arbeitshilfe zum Beginn des neuen Schuljahres für die Fachkonferenzen Evangelische und Katholische Religionslehre und für die Schulleitungen aller Schularten in Baden-Württemberg. Sie bietet Modelle, welche die wachsende kulturelle und religiöse Vielfalt an Schulen und die daraus resultierenden Bedürfnisse angemessen aufnehmen.

Die Arbeitshilfe enthält Impulse und Praxisbeispiele zum Beispiel für multireligiöse Feiern zur Einschulung, zum Schuljahresbeginn oder zum Abschluss des Schuljahres bzw. der Schulzeit, aber auch anlässlich von „Tod und Trauer in der Schule“. Religionslehrerinnen und -lehrer sollen darin unterstützt werden, „Schülerinnen und Schüler zu stärken, dem eigenen Glauben Ausdruck zu verleihen und zugleich den Glauben anderer zu achten“, schreiben die Herausgeber. Dadurch solle die „Schule auch im religiösen Miteinander ein Ort gelebter Identität und Pluralität“ werden. Religiöse Feiern dienten dabei nicht dazu, „andere um der Harmonie willen zu vereinnahmen, indem eigene religiöse Inhalte verschwiegen oder angepasst werden“.

Mit der Handreichung soll einen Schritt über die bisherige Praxis hinausgegangen werden, die Angehörigen anderer Religionen lediglich „in liturgischer Gastfreundschaft“ zu den christlichen Schulgottesdiensten einzuladen. Multireligiöse Feiern können etwa dann sinnvoll sein, wenn es darum gehe, „Leiderfahrung und Trauer gemeinsam Ausdruck zu verleihen und deren Bewältigung zu unterstützen“. Sie seien zu unterscheiden von Schulgottesdiensten etwa zu Weihnachten oder Ostern als „genuin christliche Feste“.

Theologische Vertreterinnen und Vertreter aus Islam, Alevitentum und Judentum waren während der Entstehung der Arbeitshilfe dazu eingeladen, ihre Expertise einzubringen und die verschiedenen Praxisbeispiele kritisch zu begutachten.

Die Autorinnen und Autoren berufen sich auch auf die langjährige, bewährte Tradition der Ökumene in vielen schulischen Handlungsfeldern in Baden-Württemberg. Diese guten Erfahrungen gelte es heute für die neuen Herausforderungen im interreligiösen Miteinander fruchtbar zu machen, heißt es in der Arbeitshilfe.

Herausgeber sind die seitens der Kirchenleitungen für schulische Bildung Verantwortlichen Ute Augustyniak-Dürr (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Susanne Orth (Erzdiözese Freiburg), Christoph Schneider-Harpprecht (Evangelische Landeskirche in Baden) und Norbert Lurz (Evangelische Landeskirche in Württemberg).

Sie können hier das Dokument elektronisch herunterladen oder die Arbeitshilfe kostenlos gegen eine Portogebühr im RPI Shop bestellen.

 

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Taizé für Schülerinnen und Schüler

Vom 18.-22. Juli waren 27 Schülerinnen und Schüler aus 5 Gymnasien zusammen mit Lehrerinnen und Pfarrerin Christine Heimburger zusammen in Taizé. Die ökumenische Fahrt wurde von den beiden Schuldekanaten angeboten und bezuschusst, Pfarrerin Heimburger war als Begleitperson dabei, damit auch Schülerinnen ohne Begleitung einer Lehrkraft teilnehmen konnten.

Mit ungefähr 4.000 Jugendlichen aus aller Welt haben wir mit den Brüdern von Taizé Gottesdienste gefeiert, viele anderen Jugendliche getroffen und kennengelernt, Bibeltexte erarbeitet und in kleinen Gruppen mit anderen kreativ umgesetzt, aktiv mitgeholfen (Abwasch, Müll wegbringen, Essen austeilen…) und abends gefeiert… Es war für alle eine intensive Erfahrung von Spiritualität und Begegnung mit jungen Menschen aus anderen Ländern und Kulturen.

Stellvertretend für viele ein paar Impressionen nach 5 Tagen in Taizé:

„Trotz oder gerade wegen der Einfachheit (Essen, Schlafplatz, etc) ist Taizé ein einzigartiger Ort mit einer einmaligen Atmosphäre. Man kann dort sehr leicht sich vom alltäglichen Stress lösen und einfach man selbst sein, viele nette Leute kennen lernen und Spaß haben.“ (Marlena, Lörrach)

„Durch die besinnlichen Gottesdienste fährt der durch den Alltag gestresste Körper runter und man wird sehr ruhig.“ (Maren, Lörrach)

„Orte wie dieser sind rar gesät auf dieser Welt. Eine Stimmung/Atmosphäre oder viel mehr eine Lebenseinstellung wie sie dort zu finden ist, lässt sich mit Worten kaum beschreiben – mitreißend und fesselnd einerseits, andererseits aber auch ruhig, harmonische, friedvoll und meditativ.“ (Hellena, Lörrach)

„Um Taizé in seiner Ganzheit (die mega coolen Leute und die Sinnlichkeit aber wohl auch die Essensschlagen etc.) beschreiben und verstehen zu können, sollte man einfach seine Koffer packen und selbst hinreisen! Es ist ein völlig neue unerklärliche wunderbare Erfahrung J“ (Mila, Kirchhofen)

 

Das nehme ich mit aus Taizé 2018:

- Vertrauen (Maike, Ballrechten- Dottingen)

- Ja zum Leben sagen. Christianity means life at it’s highest point of intensity (Felicitas, Bad Krozingen)

- offen gegenüber anderen Menschen zu sein (Jannika, Lörrach)

- den Moment mehr zu schätzen und offener zu sein

- man muss die Augen aufmachen um zu sehen, wie schön das eigene Leben ist (Lena, Waldkirch)

- In Taizé wird minimalistisch gelebt und wirklich nur das Nötigste angeschafft. Auch im Alltag kann man und sollte man lernen auf Überflüssiges zu verzichten. (Magdalena, Waldkirch)

 

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Badische Landeskirche stellt Gesprächspapier "Christen und Muslime" vor

Die badische Landeskirche hat für ihre Gemeinden ein Gesprächspapier zum Dialog zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen herausgegeben. Ziel der Handreichung ist es, Impulse für interreligiöse Begegnungen zu geben und die Diskussion innerhalb der Kirche anzuregen. Anhand zentraler theologischer Fragestellungen werden u. a. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bibel und Koran aufgezeigt und Anregungen für die kirchliche Praxis formuliert. Bis 2019 soll das Papier in allen Kirchenbezirken diskutiert werden, bevor die Landessynode 2020 aufgrund der Rückmeldungen eine Erklärung verabschiedet.

Das Gesprächspapier orientiert sich am Gedanken einer christlich-muslimischen Weggemeinschaft und will Chancen und Grenzen des Dialogs aufzeigen. „Religiöser Verschiedenheit wollen wir offen und gesprächsbereit begegnen“, erklärte die landeskirchliche Islambeauftragte Elisabeth Hartlieb. Gottes Spuren auch woanders zu vermuten, mache den christlichen Glauben nicht kleiner, sondern bereichere ihn. In diesem Sinn sei das christlich-islamische Gespräch ein wichtiger kirchlicher Auftrag und diene dem gesellschaftlichen Zusammenleben ebenso wie der Vergewisserung über den eigenen Glauben.

Ausgehend von biblischen Perspektiven werden im Gesprächspapier neun theologische Themenfelder beleuchtet. So verbinde das Christentum und den Islam ihre Bezugnahme auf die jeweiligen heiligen Schriften und miteinander verwandte Traditionen. Gleichwohl zeige sich im Verständnis der Sendung Jesu Christi ein zentraler Unterschied. So lasse sich im Koran eine hohe Wertschätzung Jesu als Prophet erkennen, im Christentum sei er Zentrum des Glaubens. Das müsse im interreligiösen Dialog zur Sprache kommen.

Zum Gottesverständnis schreibt das Verfasserteam: „Wir verehren als Christen und Muslime den einen Gott, den wir Christen als dreieinig bekennen.“ Auch im Dialog sei das Bekenntnis zu Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist daher grundlegend. Gemeinsame Herausforderungen zeigten sich im Umgang mit religiöser Gewalt, im Eintreten für Religionsfreiheit sowie in der Ethik. „Gemeinsam mit Menschen muslimischen Glaubens nehmen wir Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung wahr“, heißt es programmatisch im Gesprächspapier.
In Bezug auf die praktische Gemeindearbeit wollen die Autoren zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Islam motivieren. Schon jetzt gebe es Ansätze zu gemeinsamen religiösen Feiern oder zur interreligiösen Bildung, die Räume für die Begegnung von christlichen und muslimischen Gläubigen böten. Die aufgezeigten Themen sollen dabei die Grundlage für weitere Schritte bilden. „In der kirchlichen Arbeit ist es von großer Bedeutung, dass die Mitarbeitenden für den interreligiösen Dialog qualifiziert und ermutigt werden“, heißt es in dem Gesprächspapier.
 

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