Seit einigen Wochen bin ich im Hochschwarzwald angekommen. Noch entdecke ich Vieles zum ersten Mal. Was mir sofort aufgefallen ist: das Wasser. Quellen, Bäche, Flüsse. Man hört sie rauschen, bevor man sie sieht. Sie bahnen sich ihren Weg. Unaufhaltsam. Sie prägen diese Landschaft – und sie erinnern daran, wie kostbar Wasser für alles Leben ist.
Dabei ist Wasser in diesen Wochen alles andere als selbstverständlich. Die anhaltende Hitze und die Trockenheit setzen der Natur zu. Mancher Bach führt deutlich weniger Wasser als sonst, an vielen Orten wird zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Gerade deshalb nehmen wir neu wahr, was wir oft als selbstverständlich ansehen: Wasser ist ein Geschenk. Wo es fehlt, fehlt Leben.
Der Monatsspruch für Juli pass gut hierher:
„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,24)
Amos richtet diese Worte an Menschen, die ihren Glauben ernst nehmen. Sie feiern Gottesdienste und bringen Opfer dar. Doch Gott fragt sie: Was kommt eigentlich davon im Alltag an? Wo Menschen benachteiligt werden, wo Rücksicht fehlt oder der Schwächere übersehen wird, darf der Glaube nicht an der Kirchentür enden. Gottesdienst und gelebte Nächstenliebe gehören untrennbar zusammen.
Ein nie versiegender Bach – das ist in Zeiten trockener Flussbetten ein starkes Hoffnungsbild. Gott verheißt keine Welt ohne Probleme. Aber er sehnt sich danach, dass Recht und Gerechtigkeit nicht austrocknen. Dass Menschen füreinander einstehen. Dass Barmherzigkeit weiterfließt, auch wenn vieles knapp geworden ist. Wo das geschieht, wird etwas von Gottes guter Zukunft sichtbar.
Ich freue mich auf die Begegnungen mit den Menschen im Kirchenbezirk – auf die Geschichten, die ich hören werde, und auf alles, was wir gemeinsam entdecken und gestalten können. Ich bin gespannt auf das, was Gott hier bereits wachsen lässt und woran ich mitwirken darf.
Ein Bach lebt davon, dass das Wasser fließt. Auch unser Miteinander lebt davon, dass Menschen einander mit Respekt, Offenheit und Barmherzigkeit begegnen. Dann wird etwas von dem sichtbar, wovon Amos spricht: Recht, das wie Wasser fließt, und Gerechtigkeit, die nicht versiegt.
Herzliche Grüße,
- Martin Burger -
Pfarrer in Neustadt und im Kooperationsraum Dreisamtal-Hochschwarzwald
Martin Burger hat im Juli als neuer Pfarrer in Neustadt begonnen. Der gesamte Kirchenbezirk heißt ihn herzlich willkommen und wünscht ihm alles erdenklich Gute für seinen Neustart!
Die Evangelische Kirchengemeinde March: „Junge“ 60 Jahre alt
Am Sonntag, 12. Juli, feierte die Evangelische Kirchengemeinde March ihr 60-jähriges Jubiläum. Was für Menschen bereits ein fortgeschrittenes Alter ist, stellt für eine Kirchengemeinde noch eine vergleichsweise kurze Zeit dar. Dekan Dirk Schmid-Hornisch blickte in seiner Festpredigt auf die Anfänge der Gemeinde zurück, als die Generation der Babyboomer „nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs ihr sicheres Zuhause aufbauen wollte und musste: für die Familie, für die Gesellschaft und für ihren Glauben“. Mit Blick auf die Zukunft der Kirchen sagte er: „Vielleicht ist es heute so, dass weniger Menschen die größere Aufgabe haben, das Haus des Glaubens aufrechtzuerhalten – für andere, die es finden können, wenn sie es brauchen.“
Der Festgottesdienst war von schwungvoller Musik geprägt: Der Ökumenische Singkreis March gestaltete ihn musikalisch mit, ebenso der Bläserkreis Bötzingen. Da die Evangelische Kirchengemeinde March mittlerweile Teil des größeren Kooperationsraums „Kaiserstuhl“ ist, begrüßte Pfarrerin Marika Trautmann zu Beginn Gäste aus Umkirch, Bötzingen, Ihringen und Breisach. Ebenso hieß sie katholische Glaubensgeschwister sowie Vertreter*innen aus Freiburg-Hochdorf willkommen, das früher gemeinsam mit March eine Kirchengemeinde bildete.
Im zweiten Teil des Gottesdienstes gratulierte sie der Organistin Claudia Sutardhio zu ihrem zehnjährigen Dienstjubiläum und verabschiedete Kirchendienerin Johanna Felden, die beruflich neue Wege einschlagen wird. Anschließend zeichnete Dekan Dirk Schmid-Hornisch Helga Lambrecht mit der Goldenen Ehrennadel der Evangelischen Landeskirche in Baden aus. Sie engagiert sich seit 25 Jahren im Kirchengemeinderat, davon seit 18 Jahren als dessen Vorsitzende. Ebenso lange ist sie Mitglied der Bezirkssynode und des Bezirkskirchenrats.
Weiter gefeiert wurde auf dem Kirchplatz bei einem Sektempfang, Grußworten und einem gemeinsamen Mittagessen.
Wir sind wieder beim Lichterfest in Bad Krozingen dabei!✨💡
Wo Menschen zusammenkommen, da möchten auch wir sein. Deshalb ist der Evangelische Kirchenbezirk beim Lichterfest in Bad Krozingen mit der Silberlilly. Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen – zum Verweilen, Lachen und für gute Gespräche. Hier ist Platz für Fragen über Gott und die Welt, Begegnungen und kleine Momente, die guttun.
Freuen Sie sich auf eine kreative Fotobox mit Engelsflügeln👼 Wer mag, kann sich sogar einen Segensgruß mit nach Hause nehmen.😇
Für die passende Erfrischung sorgen unter anderem unsere Frozen-Drinks🍹: der alkoholfreie AperoAngel und der Aperoluja mit Aperol. Daneben gibt es weitere Getränke für jeden Geschmack.
Kommt vorbei, genießt die besondere Atmosphäre des Lichterfests und lasst euch überraschen. Wir freuen uns auf viele Begegnungen und anregende Gespräche! ✨😇🎶🍹
Eindrücke vom letzten Jahr ...



