Schwellen faszinieren mich. Schwellen am Wasserlauf, Schwellen im Lebenslauf.
Im Lebenslauf verhindern Schwellen-Erlebnisse, dass sich das Leben „verläuft“:
Dass es vor sich hinplätschert Tag ein Tag aus, Jahr für Jahr. Und dann ist es um.
Schwellen-Ereignisse geben dem Lebens-Gefüge Gestalt, gliedern, lassen erinnern.
Übergänge wie die Pubertät sind Schwellen-Erlebnisse, die Wahl des Berufs und
der Lebensform, das Zur-Welt-Kommen von Kindern, ihr Auszug, Krankheiten,
das Sterben von einem nahen Menschen; auch Zeitenwenden im Großen der Weltereignisse sind Schwellen:
Es strömt in eine Richtung weiter – mit Angst, mit Hoffnung.
Bei Schwellen verlässt man einen bisherigen Verlauf, der einem vertraut war,
überwindet eine Art Höhenunterschied mit manchmal starken Dynamiken;
das braucht Vertrauen, dass es im Ende gut wird, dass die Kräfte, die tragen,
stärker sind als solche, die gefährden. Manchmal sind wir sehr gefordert.
An Schwellen müssen wir oft ringen. Wir spüren, wer wir sind und wie wir sind,
spüren Stärken und Schwächen, Angst und das Quantum Heiterkeit, das aufmacht.
An Schwellen können wir scheitern oder – oft – wachsen und reifen. Wir gewinnen Erfahrungen, wir werden resilienter.
Wir spüren manchmal gerade da „gute Mächte“ …
- Michael Hannemann, Pfarrer in Breisach am Rhein -
("Ich beende im Februar meine "Lebens-Arbeits-Zeit" als hauptamtlicher Pfarrer und habe eine Schwelle vor mir.")
"Wie kann man trotz weniger
Geld mehr zeitgemäße Spiri-
tualität auf den Weg bringen?
Der Strategieprozess „Ekiba
2032“ der Evangelischen Lan-
deskirche Baden ist mitten in
seiner operativen Phase."
Von Gabriele Schoder
Die Silberlilly ist dabei ein Beispiel von vielen, um zu zeigen, wie Kirche zu den Menschen kommt, nicht (mehr) nur die Menschen zur Kirche.
Hier geht es zum kompletten BZ Artikel vom 25. Januar 2026
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