Im November erinnern wir uns ja immer wieder an die Vergänglichkeit unseres Lebens. Vielleicht ist es mit unserem Leben ja so wie mit Helium? Hä, denken Sie jetzt? Helium? Wieso das denn?

Na ja - Helium kommt aus der Tiefe der Erde und verflüchtigt sich, sobald es zutage tritt. Für immer. Also, wenn Sie Ballons füllen und das Helium dann einatmen und lustige Mickymaus-Stimmen machen oder die Ballons bei einer Hochzeit zum Himmel steigen lassen, dann steigt das Helium anschließend in der Erdatmosphäre auf und verflüchtigt sich. Ist dann einfach weg.

Gutes Bild für unser Leben. Wir kommen auch irgendwie aus der Tiefe ans Licht. Ab da läuft die Uhr. Hoffentlich bringen wir die Leute immer mal wieder zum Lachen, nicht nur mit lustigen Stimmen, sondern machen sie glücklich, und hoffentlich auch mal uns selbst. Hochzeiten und andere Höhenflüge kommen auch vor – Gott sei Dank. Mit etwas Glück und Verstand sehen wir die Dinge mit wachsenden Jahren auch immer mehr im Überblick von oben.

Und irgendwann verflüchtigen wir uns mit unserem Heliumleben in die Unendlichkeit. Sind dann aber nicht weg. Nur anders hier. Bei Gott.

Rainer Heimburger, Dekan im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald


Seit der Reformation ist der evangelischen Kirche die Bildung ein zentrales Anliegen. Die  jüngsten Herbstsynode des evangelischen Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald am Samstag in Bötzingen beschäftigte mit aktuellen Herausforderungen und Entwieklungen auf diesem Gebiet. Neben den von den Kirchengemeinden abgeordneten Synodalen und den Gemeindepfarrern waren – zum Thema passend – dieses Mal auch Religionslehrer und Vertreter der kirchlichen Erwachsenenbildung zu Gast. Schuldekan Dirk Boch berichtete aus seinene vielfältigen Arbeitsbereichen und bat bei dieser Gelegenheit auch um Feedback für seine Arbeit im Kirchenbezirk.

Am Anfang der Synode stand ein Impulsvortrag von Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht zum aktuellen Bildungsgesamtplan der Badischen Landeskirche aus dem Jahr 2016. Unter dem Titel „Gut. Gebildet. Glauben.“ sind dort unter den Stichworten Pluralismus und Säkularität, Migration und Armut, Familie, Inklusion, Friedensbildung, Medien und Ehrenamt konkrete Maßnahmen und Ziele für die kommenden Jahre festgehalten, von denen einige Schneider-Harpprecht zufolge schon ganz oder teilweise umgesetzt werden konnten, etwa durch die Schulung und Entsendung von Inklusionsvermittlern und Migrationsbeauftragten.

Herausforderungen analog zur gesellschaftlichen Entwicklung 

Der Bildungsgesamtplan der Badischen Landeskirche benennt in seiner Bestandsaufnahme Themenfelder, in denen die aktuellen Herausforderungen kirchlicher Bildungsarbeit analog zu gesellschaftlichen Entwicklungen deutlich werden: Die wachsende weltanschauliche und religiöse Pluralität stellt kirchliche Mitarbeiter und Lehrkräfte vor die Aufgabe, die Relevanz christlicher Inhalte immer wieder neu darzustellen und zu begründen.

Im Anschluss stellte Schuldekan Boch die Bildungsarbeit im Kirchenbezirk vor. Gerade durch ihre Präsenz in Schulen erlange die Kirche eine enorme Reichweite, sowohl was die Zahlen, als auch, was die Milieus betreffe, stellte der Schuldekan fest. Es sei spannend, zu erfahren wie sich die von der Landesregierung beschlossene Einführung des Fachs Ethik in allen Klassenstufen auf die Anmeldungen zum Religionsunterricht auswirke. Ziel sei, so der Schuldekan, so guten Religionsunterricht anzubieten, dass sich die Frage nach einer Alternative gar nicht erst stelle.

Neuerungen im Konfirmandenunterricht

Von Neuerungen konnte Boch aus dem Konfirmandenunterricht berichten: In „Konfi-Camps“ von drei bis zu zehn Tagen Dauer hätten die Jugendlichen Gelegenheit, Gleichgesinnte von außerhalb ihrer Kirchengemeinde kennenzulernen. Gleichzeitig würden durch die blockweise Abarbeitung von Pflichtthemen die Gemeindepfarrer entlastet, warb er für das neue, zentral vom Kirchenbezirk organisierte Modell, das bereits mehrfach erfolgreich erprobt wurde. Die Teilnahme am Konfi-Camp ist für Konfirmandengruppen aber keine Pflicht. Dass es bezirksweite eine große Bandbreite an Modellen für den Konfirmandenunterricht gebe, darunter auch die klassische evangelische Unterweisung, betrachte er als wertvoll, so der Schuldekan. Wichtig sei, dass der Unterrichtende sein Modell authentisch verkörpere.

In Arbeitsgruppen hatten die Synodalen danach Gelegenheit, sich zu verschiedenen Schwerpunktthemen kirchlicher Bildungsarbeit näher zu informieren und zu Wort zu melden.

Ulrike Müller zur Synodenvorsitzenden gewählt

Als neue Vorsitzende der Bezirkssynode wurde Ulrike Müller aus der Kirchengemeinde Stegen mit großer Mehrheit gewählt. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende wechselt ihr Amt damit mit Diermar Bader, Gemeindepfarrer aus Badenweiler, der sich zum letzten Drittel der aktuellen Wahlperiode aus dem Leitungsamt zurückgezogen hat, um den Platz freizumachen für eine Person, die nicht hauptamtlich bei der Kirche tätig ist. Er ist künftig neben Karlheinz Brenn stellvertretender Vorsitzender der Synode. Philipp van Oorschot, Gemeindepfarrer in Kirchzarten, wurde als neuer Dekanstellvertreter für die Region Hochschwarzwald gewählt; Medea Frey, Diakonin in Müllheim, als neues Mitglied in den Finanzausschuss. Marika Trautmann, Pfarrerin in March, stellte sich als neue Bezirksbeauftragte für Mission und Ökumene vor und informierte über den aktuellen internen Konflikt im englischsprachigen Teil Kameruns, wohin der Kirchenbezirk partnerschaftliche Kontakte pflegt.

Beatrice Ehrlich, Mitglied im 
Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald

Terminbild

Buchpräsentation  

Christina Schöffler liest aus ihrem neuen Buch:

 „Warum ich da noch hingehe – Die Kirche, Jesus & Ich“

 

In ihrem Buch wirft Christina Schöffler Fragen auf, die viele umtreibt: Warum sollten wir denn da noch hingehen? Kann ich nicht einfach alleine oder mit meinen Freunden Jesus nachfolgen und ab und zu eine Predigt auf Youtube schauen und diesen ganzen komplizierten Anhang mit Gemeinde und Kirche hinter mir lassen?
Doch ertappt sie sich dabei, wie sie leidenschaftlich dafür argumentiert, dass es sich lohnt, bewusst Teil einer Gemeinschaft am Leib Jesu zu sein - selbst wenn es oft mühsam und anstrengend ist. Denn die größte Herausforderung kann zugleich der größte Segen sein.

Evangelische Gemeinde Betberg- Seefelden

17.11.2018, 19:00 Gemeindehaus Seefelden,

 Kirchstraße 10a,  79426 Seefelden.

Eintritt frei!