Kennen Sie Charles M. Schulz? 

Am 12. Februar ist sein 20. Todestag. Er ist Autor und Zeichner der bekannten Serie “Die Peanuts.“ Ich bin mit den heiteren, manchmal auch besinnlichen oder traurig wirkenden Personen rund um Charly Brown und der unverwechselbaren Lucy, die alles besser wusste, aufgewachsen. Schulz besaß die wunderbare Gabe, die Menschen zu erheitern und mit seinen Ansichten vom Leben, von Glück und Unglück, in zahllosen Episoden zum Nachdenken anzuregen. Niemals aufdringlich oder belehrend. Er selbst war von Depression geplagt und versuchte, seine  wechselhaften Stimmungen mit den Geschichten zu meistern.

„Glück“, schrieb er einmal, „ist nicht lustig.“ Aber natürlich auch nicht immer traurig. Lachen können ist eine Lebenshilfe. Humor kann helfen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, traurige Momente zu verarbeiten und anderen Menschen Freude zu schenken. Niedig sein ist natürlich möglich und manchmal gibt’s auch gute Gründe dafür. Hilfreich ist es meistens aber nicht. Besser wird sein, mit einem Witz über peinliche oder unglückliche Situationen hinweg zu kommen, vor allem, wenn wir nicht ändern können, was schräg läuft. Die bevorstehende Fastnachtszeit gibt uns viele Gelegenheiten, es mit dem Humor auszuprobieren.

Pfr. Gernot Schulze-Wegener, Auggen

Das Licht der Weihnachtskugel

Wer am Nachmittag des zweiten Weihnachtstages am Fuße der Staufener Burg nach oben schaut wird eine lange Kette aneinandergereihter Menschen sehen, die sich auf den Weg gemacht haben.

Zum Weihnachtsfest im letzten Jahr konnten wir das beobachten, denn am späten Nachmittag feierten wir die Burgweihnacht in Staufen.

Wir hatten eingeladen und viele waren gekommen.

Die vorausgegangenen Weihnachtstage hatte ein jeder anders erlebt. Es waren Tage geheimnisvoller Freude, vielleicht Tage mit Enttäuschung, Wehmut oder Einsamkeit. Mit der Sehnsucht nach Gemeinschaft und der Hoffnung auf Frieden versammelten wir uns.

Weihnachten ist die Zeit des Schenkens, der großen und kleinen Geschenke, der Pflicht und Herzensgeschenke, manchmal auch der Hin- und Her- Geschenke.

Lieber Leser, stellen Sie sich vor am Weihnachtsabend liegt unbeachtet eine kleine, rote, strahlende  Weihnachtskugel auf dem Weg eines obdachlosen Mannes. Er hebt diese Kugel auf und schenkt sie einer Frau, die gerade das Kirchenportal verlässt.

Zögerlich nimmt die Frau die Kugel an,  und sie verweist darauf, dass sie sich nicht revanchieren kann.

Der obdachlose Mann geht weiter seines Weges und sagt, dass es schon gut so wäre wie es ist.

Die strahlende Kugel liegt in der Hand der Frau, sie nimmt die Kugel mit nach Hause und schenkt sie ihrem kranken Mann.

Seine Augen leuchten auf und er freut sich sehr über das neue Licht in der Stube. Da hängt die Frau die Kugel an das Fenster, damit alle sie sehen können und sich daran freuen.

Es kommt schon vor, dass auch wir ein Geschenk erhalten, oder wir verschenken etwas und es gibt oder kommt kein Gegengeschenk!

Aber das ist ja auch nicht der Sinn des Schenkens. Schenken wir denn nicht aus Freude?

Egal ob einer einzelnen Person oder an viele Personen gerichtet, wir schenken mit  Liebe und diese Liebe vermehrt sich.

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, das  er seinen einzigen Sohn sandte, auf das alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“

Das Glück des Beschenkten gibt er weiter an andere und so entsteht ein großer Kreislauf der Liebe und des Glücks.

Denken wir zurück an die strahlende Weihnachtskugel. Mit ihr wurde Liebe und Freude weitergegeben und vervielfältigt, lasst uns darauf achten, dass auch wir jeden Tag Liebe und Freude weitergeben und vermehren.

Es bereichert uns das Gute im Leben zu wählen und zu leben, die Schöpfung Gottes zu achten und sorgsam mit ihr um zugehen.

Das Vorbereitungsteam für den Burggottesdienst verschenkte an diesem Abend auch leuchtende Weihnachtskugeln und gab den Gottesdienstbesuchern  ein Licht mit auf den Heimweg.

Gott erleuchtet uns auf unserem Weg, er liebt uns und leitet uns, wir müssen es nur zu lassen und es mit Freude weitergeben.

 

Marion Geiger

Terminbild

Immer wieder stehe ich als Religionslehrerin vor der Herausforderung, dass SuS Grenzen überschreiten und ich sinnvollerweise zeigen muss, dass dieses Überschreiten Konsequenzen hat. Aber was passt zur Situation und was passt zu mir? Eine Konsequenz, hinter der ich nicht stehe, ist nicht glaubwürdig. Welche Möglichkeiten habe ich, um angemessen zu reagieren? Was braucht ein Schüler, um sein Verhalten zu überdenken?

In diesem Workshop gibt es keine fertigen Lösungen. Aber es werden viele Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Ziel ist es, dass jede/r Teilnehmer/in sich ein individuelles „Notfallheft“ mit sinnvollen Maßnahmen zusammenstellt.

Zielgruppe: Religionslehrkräfte an Grundschulen

Leitung: RL’in Lydia Rau, Inklusionsberaterin

Anmeldung bis 11.02.2020 an das Evang. Schuldekanat Breisgau-Hochschwarzwald