Herbstzeit, Erntezeit …

Im Herbst können wir soviel mehr ernten als Gemüse, Obst und Getreide. Wenn wir zurückblicken: Was haben wir gesät? Haben wir einander gute Worte gegeben, Freundlichkeit ausgestreut? Haben wir uns angestrengt und können wir dann voller Zufriedenheit auf das Jahr zurückblicken? Da sind viele Früchte, die wir ernten können: die Erinnerung daran, dass wir füreinander da waren, dass gute Worte gesät wurden und Hoffnung geschenkt.

Ja, es stimmt wohl. Die Natur geht in den Winterschlaf. Die Blätter der Bäume fallen. Ein Sinnbild für die Vergänglichkeit. Und so denken wir auch daran, dass wir loslassen müssen - da war Manches, was sich nicht erfüllt hat. Pläne sind gestorben. Abschiede waren - im Herbst spüren wir es besonders deutlich. Und doch, wenn wir auf die Bäume blicken, die im Frühling wieder ausschlagen:

Gott schenkt auch uns Neuanfänge, wenn Altes vergangen ist, hier in diesem Leben und in der Ewigkeit.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten und besinnlichen Herbst, in dem Sie über Ihre persönliche Ernte nachdenken können und der Ihnen, trotz mancher Melancholie, Mut macht.

Bleiben Sie behütet!

Pfarrerin Gabriele Heuß, Lenzkirch-Schluchsee

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Herbstbild