Gedanken zum Advent

 

Manchmal 
habe ich Angst vor Weihnachten,
vor jenen Tagen, 
die mir einmal so viel bedeutet haben.

Und dann sehe ich 
die geschmückten Schaufenster 
und mag nicht eintreten.

Und dann höre ich 
die vertrauten Lieder 
und suche nach neuen.

Und dann spüre ich 
die große Unsicherheit,
was das sein könnte: 
Weihnachten. 

Und gleichzeitig will ich es nicht missen:
Jene Erinnerung an das 
„Ehre sei Gott in der Höhe 
und Frieden auf Erden.“ 

Ja, 
je friedloser die Welt ist, 
desto mehr brauche ich die Erinnerung, 
dass es Hirten gibt 
und Engel 
und Nächte, 
die in mein Herz fallen 
und mich verwandeln 
in einen Menschen, der vertraut
und der noch in der Nacht aufbricht, 
das neu gefundene Vertrauen hinauszutragen 
in eine Welt, 
die so dunkel ist.
Ja leider, so dunkel.

Noch immer, so dunkel.
Auch mit Kind.


- Pfarrerin Eva Böhme, im Advent 2025 -

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Amarylis_ Eva Böhme