Verabschiedung von Pfarrerin Barbara Heuberger - Dankbarkeit für 12 Jahre in Heitersheim
Nach vielen Jahrzehnten im Dienst der Kirche und der Menschen tritt unsere Pfarrerin Barbara Heuberger in den wohlverdienten Ruhestand. Am 26. April möchten wir sie um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Heitersheim feierlich verabschieden – mit einem Gottesdienst und anschließendem Umtrunk.
Ein Weg, der 1984 begann
Ihr beruflicher Weg führte sie 1984 ins Lehrvikariat, nach dem Studium der evangelischen Theologie – der Beginn einer langen, erfüllten Zeit im Pfarrdienst. Barbara Heuberger wollte schon immer Pfarrerin werden, wobei der Studiengang "Psychologie" sie auch noch gereizt hätte.
Ihr Liebslingsvers aus der Bibel lautet:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.”
2. Timotheus 1,7
Nach ihrer ersten Stelle folgten zehn Jahre Pause, eine Phase, in der u.a. ihre drei Kinder zur Welt kamen. Später wirkte sie in Hügelheim, bevor sie 2014 nach Heitersheim kam, ihre letzte Station im Pfarrdienst.
Zwölf Jahre in Heitersheim – geprägt von Nähe, Mut und Miteinander
In Heitersheim hat die Pfarrerin Spuren hinterlassen: menschlich, geistlich und ganz praktisch. Besonders am Herzen lag ihr die Ökumene – das gemeinsame Unterwegssein mit Menschen unterschiedlicher Traditionen. Die enge Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde wurde durch die Corona-Zeit noch intensiver. Gemeinsam Neues auszuprobieren, hat sie erfüllt. Es zeigte sich, dass Corona nicht nur Schlechtes ausgelöst hat, sondern auch Chancen frei machte, an die vorher niemand gedacht hatte.
Auch als Bezirksjugendpfarrerin hat Frau Heuberger viel bewegt: Bezirks-Konfitage, Kinderkirchentage, die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen und vielen Ehrenamtlichen– all das hat sie mit Freude und Energie gestaltet.
Bauen, gestalten, ermöglichen
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war – im wahrsten Sinne – das Bauen in Heitersheim:
- Sanierung, Rückbau, Neubau des Gemeindehauses und der Kirche
- Neubau des Pfarrhauses
Vier Jahre lang war sie intensiv mit diesen Projekten beschäftigt. Räume zu öffnen, Orte zu schaffen, an denen Menschen sich begegnen können – das war ihr wichtig. Und es passt zu ihrer Haltung: Sie versteht sich als "Ermöglicherin, als jemand, der stärkt, tröstet und Menschen zusammenbringt“ (Pfarrerin Heuberger). Dabei unterstützt wurde Pfarrerin Heuberger durch das maßgebliche Engagement von Ehrenamtlichen, ohne welche das kirchliche Leben so sicherlich nicht hätte stattfinden können. Denn die vielen Ehrenamtlichen brachten sich ein bei diversen Angeboten: Handarbeitskreis, Seniorenkreis, Chor, Glaubensgesprächskreis, Frauenfrühstück.
Ein Abschied mit lachendem und weinendem Auge
Nun beginnt für Frau Heuberger ein neuer Lebensabschnitt. Ein privates Bauprojekt wartet schon – und sicher auch die Freiheit, Zeit neu zu gestalten. Gar nicht so leicht, denn „mein Beruf ist quasi auch mein Hobby“, so die Pfarrerin. „Weil dieser Beruf so vielseitig ist, ist er auch so erfüllend.“
Der gesamte Kirchenbezirk sagt von Herzen Danke: für viele Jahre Engagement, für Mut und Offenheit, für Seelsorge, für Humor, für ökumenische Verbundenheit, für Räume – geistliche wie bauliche – die sie geschaffen hat.
Und wir wünschen ihr Gottes Segen für alles, was kommt.
