Auf die nächste Gehaltserhöhung? Den Sommerurlaub? Dass die Tochter mal wieder zu Besuch kommt? Dass alles leichter wird? Auf das Ende der Pandemie? Auf Schnee? Menschen warten auf vieles im Leben. Und je nach Alter, Wohnort, Gesundheitszustand und dem materiellen Wohlstand können die Ziele des Wartens sehr verschieden ausfallen. Eines aber dürfte immer gleich sein: Wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, ist die Freude nur von kurzer Dauer und weicht einer eigenartigen inneren Leere. Die muss man dann aushalten oder durch neue Sehnsüchte  füllen. Und es geht wieder von vorn los, denn schließlich will jede Sehnsucht irgendwann einmal erfüllt werden. Wir stehen am Beginn der diesjährigen Adventszeit, in der sich Christinnen und Christen ganz bewusst auf die Geburt Jesu an Weihnachten vorbereiten und seine Ankunft erwarten. Mit der Menschwerdung Gottes verbinden sich dann ganz konkrete Hoffnungen. In einem niederländischen Adventslied heißt es treffend:
„Die Liebe geht nicht mehr verloren. Das Unrecht stürzt in vollem Lauf. Der Tod ist tot. Das Volk jauchzt auf und ruft: “Uns ist ein Kind geboren.“ (Jürgen Henkys in EG 20,4)
Ich glaube, dass es dieser eine Wunsch ist, der ganz oben steht und alle anderen umfasst: dass die Liebe nie mehr verloren geht. Etwas wichtigeres gibt es nicht.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit!
Pfarrer Dr. Schulze-Wegener, Auggen

Die Landesgartenschau 2022 findet vom 22.April bis 03.Oktober in Neuenburg statt. Auch die Evangelische und Katholische Kirche werden in der „alten Mole“ ein ganzes Areal bespielen. Neben dem „Kirchenpavillon“ laden verschiedene Stationen zum Nachdenken, Mitmachen und Verweilen ein. Cornelia Reisch und Martin Lampeitl koordinieren mit jeweils 50 Prozent Stellenanteil die unterschiedlichen kirchlichen Aktivitäten und Angebote.

Diakon Marin Lampeitl hat in den letzten Jahren vor seinem offiziellen Ruhestand als Seelsorger im Europapark gearbeitet. Dabei hat er zahlreiche Erfahrungen mit kirchlicher Präsenz an touristischen Orten gemacht. Weil er auch bei der Landesgartenschau in Lahr maßgeblich an der Organisation beteiligt war, hat ihn die Evangelische Landeskirche erneut für die Landesgartenschau in Neuenburg beauftragt. Gemeindereferentin Cornelia Reisch arbeitet in der Seelsorge-Einheit Markgräflerland mit Dienstsitz in Neuenburg. Sie ist für die Katholische Kirche zuständig für die Koordination der zahlreichen Mitwirkenden sowie der unterschiedlichen kirchlichen Angebote.

„Wir glauben als Christ:innen an einen Schöpfergott. Und setzen uns für die Bewahrung der Schöpfung ein. Umso wichtiger ist es, dass wir das als Kirche auf der Landesgartenschau spürbar verkörpern und den Menschen Impulse für ihren eigenen Seelengarten geben können“, erklärt Reisch. „Es geht darum, zweckfrei für die Besuchenden der Landesgartenschau da zu sein. Wer Lust hat, kann mit uns ins Gespräch kommen oder sich bei den kreativen Angeboten beteiligen. Es ist aber genauso möglich, einfach zu verweilen und im Areal aufzutanken.“ Lampeitl ergänzt: „Wir müssen uns als Christ:innen in Räumen bewähren, die nicht per se unsere eignen kirchlichen Räume sind. Die Landesgartenschau bietet da eine besondere Chance, weil wir an diesem Ort mit der Pluralität der Menschen in Berührung kommen, uns davon überraschen lassen können und eine ansprechende kirchliche Präsenz zusammen mit ihnen entwickeln können.“

Einladend und niederschwellig soll sich für Reisch und Lampeitl die Kirche auf der Landesgartenschau präsentieren. Dafür suchen sie ab sofort Ehren- und Hauptamtliche.

Weitere Informationen zur Landesgartenschau finden Sie hier und hier